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White Hat SEO

Warum der Nerd auf der hellen Seite der Macht bleibt
White Hat SEO - Die helle Seite der Macht

Vor langer Zeit, in einer Galaxie, weit, weit entfernt … Nicht nur in SciFi-Filmen kämpfen dunkle und helle Mächte um die Vorherrschaft. Auch bei Google tobt ein Kampf um die besten Rankings. Nur treten dort nicht Jedi und Sith gegeneinander an, sondern die sogenannten White Hat und Black Hat SEOs.

Die Bezeichnung geht übrigens auf die klassischen Western zurück, in denen der Schurke stets einen schwarzen Hut trug und der gute Cowboy natürlich einen weißen.

Damit Du nicht (unwissentlich) den falschen SEOs in die Hände fällst, erklärt Dir der seo-nerd, was Black Hat und White Hat SEO eigentlich ist und warum er die helle Seite der Macht gewählt hat.

 

Black Hat SEO – Die dunkle Seite der Macht

Ein SEO benutzt die Macht für das Wissen zur Verteidigung. Niemals zum Angriff.

Als Black Hat SEO bezeichnet man alle Maßnahmen in der Suchmaschinenoptimierung, die gegen die Google Webmaster Richtlinien verstoßen. Dazu gehören zum Beispiel:

Black Hat SEO

Black Hat SEO – Hüte Dich vor der dunklen Seite.

  • Cloaking: Wie der Name andeutet, wird die Website damit in einen Mantel gehüllt. Sie zeigt Google dann andere Inhalte als den Usern.
  • Keyword Stuffing: Diese Vorgehensweise ist recht primitiv. Dabei wird das wichtigste Keyword einfach extrem häufig auf der Seite untergebracht – oft auch versteckt, damit die Lesbarkeit für den User nicht beeinträchtigt wird.
  • Linkfarmen: bzw. Link-Netzwerke sind Seiten, die nur dazu angelegt sind, um auf andere Websites zu verlinken und damit deren Ranking zu verbessern.
  • PBN (Private Blog Network): Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um ein Netzwerk aus privaten Blogs. Alle Blogs dieses Netzwerkes werden von einer Person bzw. Agentur kontrolliert und dienen dazu, über Content Links zu bestimmten Seiten aufzubauen. Da diese meist durch das automatische Raster von Google rutschen, werden solche Netzwerke von Google manuell abgestraft.
  • Hacking: Diese Methode verstößt nicht nur gegen die Google Richtlinien, sondern ist wirklich kriminell. Leider kommt es immer wieder vor, dass Seitenbetreiber die Websites ihrer Konkurrenz hacken (lassen), um diese aus dem Rennen zu kicken.

Bevor hier jetzt jemand auf falsche Ideen kommt, belässt es der seo-nerd lieber bei diesen Beispielen. Er will ja niemandem Flausen in den Kopf setzen.

In einem gut gemachten Film kann sich jeder wenigstens so ein bisschen in die Schurken hineinversetzen. Denn meistens hat der Bösewicht irgendeinen Beweggrund (mimimi, schlimme Kindheit, mimimi…) Warum ist Black Hat SEO also so populär? Die Antwort liegt auf der Hand: Black Hat SEO Maßnahmen bringen in kurzer Zeit eine hohe Linkpopularität und damit auch schnelle Gewinne. Doch das ist eine Falle, wie Admiral Ackbar sagen würde.

Auch wenn Google mitunter eine gewisse Zeit braucht, um Black Hat SEO zu erkennen, kommen schwarze Schafe nicht ungeschoren davon. Die Folge sind entweder die Abstrafung in Form von Rankingverlust, oder sogar die Verbannung aus dem Google-Index.

 

White Hat SEO – Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen

Unter White Hat SEO versteht man hingegen die SEO Maßnahmen, die sich klar an die Richtlinien der Suchmaschinen halten und dadurch eine positive Bewertung durch eine Suchmaschine ermöglichen. Dazu zählen unter anderem folgende Maßnahmen:

  • Keywords: Ein White Hat SEO führt immer eine umfassende Keyword-Recherche durch und wendet diese Keywords richtig an; in Meta-Angaben, Texten, Bildern usw. – jedoch nicht in übertriebener Dichte und stets in sinnvollen Zusammenhängen.
  • Inhalte mit Mehrwert: „Content is King“ ist zwar eine schon fast inflationär gebrauchte Aussage, ist aber im White Hat SEO unumgänglich. Hier werden Inhalte bereitgestellt, die für den User wirklich relevant und interessant sind und ihm einen Mehrwert bieten.
  • Natürliche Links: Darunter versteht man zweierlei. Zum einen sind natürliche Links solche, die in ihre Umgebung passen, also an einer sinnvollen Stelle auf eine ebenso sinnvolle, passende Seite verlinken. Zum anderen sind damit Links gemeint, die dynamisch entstehen, also zum Beispiel durch User gesetzt werden, die den Inhalt der verlinkten Seite als sinnvoll erachten.
  • Social Media Maßnahmen: Diese kann man im weitesten Sinne als natürlichen Linkaufbau ansehen. Jedoch geht es bei Social Media Maßnahmen nicht nur darum, Inhalte und Webseiten zu verbreiten, sondern auch um die Interaktion mit den Usern.
  • OnPage Optimierung: Nicht nur gute Inhalte machen White Hat SEO aus. Dazu gehören auch die Optimierung von Ladezeiten, eine saubere Seitenstruktur, responsive Design und eine hohe Benutzerfreundlichkeit.

 

Deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität. – Qui-Gon Jinn

White Hat SEO

Der seo-nerd hält nichts von Black Hat SEO

Bei White Hat SEO geht es also darum, Google zu beweisen, dass Deine Seite qualitativ hochwertig ist und es deshalb verdient hat, schnell gefunden zu werden. Doch nicht nur Google (und andere Suchmaschinen) müssen überzeugt werden. Es geht auch darum, das Herz Deiner User zu erobern. Wenn Deine Seite schnell lädt, einfach zu bedienen ist und für den User genau die Informationen bzw. Produkte bereithält, die er sucht, merkt Google das und bewertet Deine Seite besser. Sogenannte User Signals, wie etwa die Verweildauer auf der Seite, helfen Google dabei herauszufinden, wie gut Deine Website ist.

 

„Viel zu lernen du noch hast.“ – White Hat SEO ist komplex

Wenn White Hat SEO dabei hilft, nachhaltig in den SERPs erfolgreich zu sein, warum macht das dann nicht jeder? Das fragt sich der seo-nerd tatsächlich auch oft. Fakt ist, dass White Hat SEO ein komplexer und zum Teil langwieriger Prozess ist. Ein White Hat SEO wird Deine Seite nicht über Nacht aus der Versenkung auf Platz 1 bei Google bringen. Und er wird Dir das auch nicht versprechen – denn das sind die Verlockungen der Dunklen Seite.

Die Ausbildung zum Jedi braucht ihre Zeit. So geht es auch einem White Hat SEO. Er lernt eigentlich nie aus. Denn nicht nur Google wartet immer wieder mit Updates auf, die es erforderlich machen, sich ständig in Sachen SEO auf dem Laufenden zu halten. Auch das Verhalten der User ist nicht so ohne weiteres berechenbar. Und nicht zuletzt geht es auch darum, sich immer auf die individuellen Bedürfnisse des Seitenbetreibers, also Deine Wünsche und Ziele einzustellen.

Schnelle Erfolge sind wahnsinnig verlockend. Der seo-nerd hat jedoch gute Gründe, auf der hellen Seite der Macht zu bleiben:

  • Nachhaltigkeit: Zwar resultieren White Hat SEO Maßnahmen nicht sofort in einem guten Ranking, doch wenn Top-Platzierungen erst einmal erreicht sind, bleiben diese Rankings langfristig stabil.
  • Sicherheit: Das Prinzip ist ganz einfach – wer sich an die Hausregeln von Google hält, muss keine Abstrafung fürchten.
  • Kosten: White Hat SEO ist aus zwei Gründen langfristig günstiger als Black Hat SEO. Zum einem lassen sich Black Hats ihren schnellen Erfolg teuer bezahlen. Zum anderen muss das von Google abgestrafte Verhalten auch irgendwie wieder ausgebügelt werden. Wer sich von Black Hat SEO verführen lässt, zahlt also doppelt.
  • Ethik: Nach getaner Arbeit wünscht sich der seo-nerd einen ruhigen Schlaf. Mit White Hat SEO Maßnahmen kann er seine SERP-Erfolge jederzeit guten Gewissens vor Dir und Deinen Usern rechtfertigen.

 

Gray Hat SEO – Weil die Welt nicht nur schwarz und weiß ist

Wie der Name bereits vermuten lässt, befindet sich Gray Hat SEO irgendwo zwischen White Hat und Black Hat SEO. Die Techniken von Gray Hat SEO bewegen sich also in einer Art Grauzone: sie sind in den Richtlinien der Suchmaschinen nicht explizit verboten, sind aber auch nicht sonderlich gern gesehen. Was genau Gray Hat SEO ist, ist nur schwer zu definieren und auch unter Suchmaschinenoptimierern teilweise umstritten. Bestimmte Maßnahmen können jedoch klar im Gray Hat SEO Bereich verortet werden:

  • Linktausch: Google verbietet es ganz klar, Backlinks gegen Geld oder andere Leistungen zu setzen. Jedoch kann Google nicht immer erkennen, welche Intention hinter einem gesetzten Link steckt. Wie so oft entscheidet hier die Qualität und die Quantität der Backlinks. Im Gray Hat Bereich ist daher Linktausch in moderatem Maß ein beliebtes Mittel.
  • Keyworddichte: Nach wie vor ist die Keyworddichte ein wichtiger Rankingfaktor. Beim Gray Hat SEO wird häufig versucht, diese zu Lasten der Lesbarkeit zu erhöhen. Je nachdem in welcher Masse Keywords hier eingesetzt werden, handelt es sich dabei auch schnell um Keyword-Stuffing und somit um Black Hat SEO.
  • Content-Auffrischung: Du hast einen Blog, in dem Du seit vier Jahren relevante Beiträge veröffentlichst? Ein Gray Hat SEO würde sicherlich auf die Idee kommen, einem alten Beitrag ein neues Datum zu verpassen und diesen dann zu aktualisieren. Dieser „aufgefrischte“ Content mag dazu führen, dass Deine Seite kurzzeitig besser rankt, das ist aber nicht von langer Dauer.

Da Google und andere Suchmaschinen ständig darum bemüht sind, die Nutzerfahrung zu verbessern, kann es schon mit dem nächsten kleineren Update passieren, dass eine Gray Hat SEO Maßnahme in den Black Hat Bereich rutscht. Google kündigt das natürlich nicht vorher an und so müssen Webseitenbetreiber, die auf Gray Hat SEO setzen, unter Umständen eines Morgens plötzliche Rankingverluste feststellen. Dann muss natürlich sofort nachgebessert werden. Besser ist es also, wenn Du Dich gar nicht erst in diesen Graubereich begibst.

Die meisten Gray Hat SEOs nutzen die Black Hat Sicht auf die Algorithmen der Suchmaschinen, um mögliche Schlupflöcher aufzudecken, setzen aber in White Hat Manier den Fokus auf Usability und Content. Sie sind quasi die Han Solos unter den SEOs: von Schmuggel bis Prinzessin Leia retten machen sie von allem etwas.

 

Das sind nicht die SEO Methoden, die ihr sucht…

Black Hat SEO vs. White Hat SEO

Auf welchen SEO-Gefährten verlässt Du Dich?

Anders als Meister Yoda schläft Google nie, sondern arbeitet unermüdlich daran, die Sucherfahrung seiner Nutzer zu verbessern. Dazu gehören auch Updates wie Penguin und Panda, um besonders spamlastige und von Black Hat SEO belastete Seiten aufzuspüren und abzustrafen. Auch wenn Pinguine und Pandas vielleicht ganz niedliche Tierchen sind, sollte man es sich mit ihnen nicht verscherzen.

Ist Dir übrigens mal aufgefallen, dass die beiden Tiere schwarz und weiß sind? Zufall?

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