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Richtig Googeln. Optimieren der Suche

So googelt man heute
Tipps für die Google Suche

Nichts erscheint leichter als die Google Suche. Einfach das Suchwort oder die Suchphrase in Googles berühmten Suchschlitz eintippen und schon bietet uns die Suchmaschine jede Menge Links zum gesuchten Thema an. Nicht immer findet man auf der SERP jedoch das, woran man eigentlich interessiert ist.

Der Nerd befragte daher gemeinsam mit seinem Team der Berliner SEO Agentur Rechercheprofis, mit welchen Tipps, Tricks und Kniffen sie das Beste aus der Google Suche herauslocken. Heraus kam dieser Bericht, der auch „So googelst Du richtig“, heißen könnte.

Am Ende des Textes findest Du eine PDF-Datei zum Download der wichtigsten Google Suchbefehle.

Was die Google Suche mit Datensammelei zu tun hat

Vermutlich gibt es nur wenige Menschen in Deinem Umfeld, die so darum bemüht sind, Dich so gut zu verstehen wie Google. Zugegeben, Dein Umfeld hat es leichter als Googles Suchfunktion. Die Menschen um Dich herum verstehen in aller Regel recht schnell, worauf Du mit einer Frage wirklich abzielst. Das gilt natürlich vor allem, wenn man einander persönlich begegnet.

Mimik, Tonlage und Gestik verraten viel über unsere Absichten. Hinzu kommt das Wissen voneinander. Die einfache Frage „Wie geht es dir?“ kann je nach Situation komplett andere Antworten erfordern. Einem Fremden gegenüber werden wir die Frage als Höflichkeit auslegen und allgemein antworten, einem Freund dagegen womöglich wirklich erzählen, was uns bewegt.

Welche Antwort auf eine Frage sinnvoll ist, entscheidet sich nicht nur anhand der Frage selbst, sondern wird auch durch die Umstände bestimmt, in der die Frage gestellt wird. Aus diesem Grund versucht auch Google, möglichst genau zu erkennen, wo, wann und aus welchem Kontext heraus wir die Suchmaschine anwerfen.

Der Konzern aus Silicon Valley notiert sich dafür sozusagen, wonach wir früher bereits gesucht haben, welche Vorlieben und Interessen wir haben u.v.m. Diese Daten helfen Google besser zu verstehen, was wir „meinen“. Dass mit dieser Datensammelei natürlich auch noch andere Interessen sowie Risiken verbunden sind und Google damit auch eine besondere Verantwortung bezüglich der gesammelten Daten zu tragen hat, steht außer Frage, soll hier aber nicht vertieft werden. Wichtig ist hier nur festzuhalten, dass Google oft zusätzliche Daten braucht, um zu verstehen, wonach wir suchen. Mit den folgenden Tipps kannst Du Google bei der Suche unterstützen – und dabei bildlich gesprochen mit der Suchmaschine kommunizieren, als würdest Du dabei Mimik, Stimme und Gesten einsetzen.

Allgemeine Tipps zur Suche bei Google

Sobald wir einen beliebigen Suchbegriff eingegeben haben, erscheinen auf der SERP (Search Engine Result Page / Suchergebnisseite) nicht nur Links zu Seiten, auf denen wir nach Googles Meinung finden sollten, wonach wir suchen. Unterhalb der Suche erscheinen nun auch Tabs, mit denen wir noch genauer googlen können, indem wir die Suche eingrenzen: Web, Bilder, Videos, News etc.

Google Suche Suchschlitz mit Tabs

Die Google Suche bietet nach der ersten Eingabe Tabs zur Spezifizierung der Suche an

Mithilfe dieser Such-Tabs kann die Suche meist schon so eingegrenzt werden, dass wir mit dem Ergebnis recht schnell zufrieden sind. Wird auf den Tab „Suchoptionen“ geklickt, öffnen sich weitere Tabs, mit deren Hilfe wir die Suche räumlich und zeitlich weiter präzisieren können.

Google Suchfeld mit Tab Suchoptionen

Im Tab Suchoptionen kannst Du weitere Einstellungen vornehmen

Rechtschreibung bei der Google Suche

Ob ein Wort groß oder klein geschrieben wird, interessiert die Suchmaschine nicht. Ignoriert werden auch Satzzeichen wie Frage- oder Ausrufezeichen sowie Sonderzeichen wie @#%^*()=[]\. Solltest Du Dich verschreiben oder die richtige Schreibweise nicht kennen, bietet Google in aller Regel die richtige Schreibweise zur Suche an. Daher spielt es auch keine Rolle, ob Du zusammengesetzte Wörter in einem oder mit Bindestrich schreiben.

Im Tab „Suchoptionen“ kannst Du im Untermenü „Alle Ergebnisse“ diese Funktion jedoch auch ausschalten, indem Du „Wortwörtlich“ wählst.

Generell sollten möglichst Begriffe für die Suche verwendet werden, die auch mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Webseiten mit entsprechender Kompetenz zu finden sind. Der Suchbegriff „Zahnschmerzen“ etwa führt zielgerechter zu medizinischen Webseiten als das umgangssprachliche „meine Zähne tun weh“. Starte zudem möglichst allgemein mit nur einem Suchbegriff. Nach und nach lässt sich die Suche durch die Eingabe weiterer Wörter dann präzisieren.

Mit Suchoperatoren die Google Suche verfeinern

Operatoren – das klingt nach Mathe und schwer. Obwohl der Begriff tatsächlich aus der Mathematik stammt, ist die Benutzung von Operatoren in der Google Suche kinderleicht. Alles, was man dazu wissen muss, ist, wann und wofür man welchen Operator einsetzt (und wenn Du es Dir nicht merken willst, weißt Du ja jetzt, dass Du hier jederzeit nachsehen kannst).

Der Operator muss ohne Leerzeichen unmittelbar vor den Suchbegriff geschrieben werden. Vor dem Operator muss jedoch ein Leerzeichen stehen.

Anführungszeichen „“

Damit gibst Du Google die Anweisung, genau nach der eingegebenen Wortfolge zu suchen. Ideal ist dieser Suchoperator, wenn Du nach einem Zitat suchst. Suchst Du zum Beispiel nach „you can leave your hat on“ zeigt dir Google nur die Seiten an, in denen diese Wortfolge auftaucht.

Sternchen *

Sollte Dir ein Wort aus einer Suchphrase entfallen sein, füg an der Leerstelle einfach ein Sternchen (*) ein. Die Suche nach you can leave your *on wird Dich so z.B. zum Video und den Lyrics dieses Songs führen.

Minuszeichen –

Damit schließt Du Begriffe aus, die Du bei Deiner Suche außen vor lassen willst. Wer nach John Lennon sucht, findet auf den SERP, die auch die Beatles behandeln. Ist man an Lennons Beatles-Zeit jedoch nicht interessiert, blendet man mit der Suche John Lennon -Beatles alle Beatles-Seiten aus und kann sich so auf das (immer noch reichhaltige) Angebot an Seiten über John Lennon konzentrieren.

Boolescher Operator OR

Mit diesem Operator findest Du Seiten, die einen der (mindestens) zwei eingegeben Suchbegriffe enthalten. So schließt die Suche Alexanderplatz OR Fernsehturm alle Seiten ein, in denen mindestens einer der beiden Begriffe vorkommt. Ohne OR würden im Beispiel alle Seiten angezeigt, in denen sowohl Alexanderplatz als auch Fernsehturm vorkommen.

Zwei Punkte zwischen Zahlen

Mit diesem Operator findest Du Suchergebnisse, die in einem bestimmten Zahlenbereich liegen. Dies ist vor allem bei der Produktsuche in einem bestimmten Preisbereich sinnvoll.
Im Beispiel Laptop €300..600 zeigt Google Dir Seiten an, auf denen Laptops angeboten werden, die mindestens 300, höchstens aber 600€ teuer sind.

site:

Mit diesem Operator kannst Du Deine Suche auf eine bestimmte Website beschränken.
Zum Beispiel führt Dich die Eingabe von Responsive Design site:seo-nerd.de zu einem Artikel über Responsive Design auf der Webpräsenz des Nerd.

Der Operator ermöglicht es Dir auch, Deine Suche auf Seiten aus einem bestimmten Land zu begrenzen. Fernsehturm site:co.uk listet Ergebnisse mit Seiten aus Großbritannien auf, auf denen das Wort „Fernsehturm“ vorkommt.

filetype:

Wenn Du nach einem bestimmten Dokumententyp suchst, ist dieser Operator sehr hilfreich.
Die Google Suche Marketing filetype:pdf führt zu PDFs zum Thema Marketing – meist als Direkt-Download, gelegentlich aber auch zu Seiten, auf denen Du ein entsprechendes PDF herunterladen kannst.

Dies gilt natürlich für alle anderen Dokumententypen, wie doc, ppt, xls und weitere. Die gleiche Funktion erfüllt der Operator ext:

inurl:

Dieser Operator zeigt Dir nur die Suchergebnisse an, bei denen der Suchbegriff in der URL auftaucht. Die SERP der Suche inurl:berlin führt dann ausschließlich Seiten auf, in deren URL/Internetadresse das Wort „Berlin“ vorkommt.

Die „In“-Suche funktioniert auch mit anderen Elementen einer Website. Du kannst das Netz also durchforsten nach:

  • Webseiten mit bestimmten Titeln durch intitle:Suchbegriff
  • Textbereichen, in denen Dein Keyword vorkommt durch intext:Suchbegriff. Google durchsucht in diesem Fall wirklich nur den Text von Webseiten und lässt Titel, URL oder Links außen vor. Da hochwertiger Content ohnehin ein Rankingfaktor ist, werden gut optimierte Seite auch ohne diesen Operator gefunden.

Sollen bei der Suche mehrere Begriffe berücksichtig werden, füge ein all an den Anfang des Operators. Die Suche allinurl:Berlin Hauptstadt findet Seiten, in deren Webadresse alle beiden Begriffe vorkommen.

related:

Suchst Du nach Seiten, die einer anderen Seite inhaltlich ähnlich sind, nutze diesen Operator.
So findest Du zum Beispiel mit related:spiegel.de eine Übersicht anderer Nachrichtenseiten.

definition:

Dieser Operator wird über kuru oder lang an Bedeutung verlieren. Mit definition: kannst Du Dir direkt eine Definition des Suchbegriffes anzeigen lassen. Diese Funktion übernimmt bei vielen Keywords jedoch bereits der Knowledge Graph. Bei weniger spezifischen Suchbegriffen ist dieser Operator zur Zeit noch sehr hilfreich.

Mit der Suche definition:linkbuilding erhältst Du direkt eine Definition, da dieser Suchbegriff vom Knowledge Graph noch (!) nicht erfasst ist.

Suchoperatoren kombinieren

In einer Suche kannst Du auch mehrere Suchoperatoren gleichzeitig benutzen.
Möchtest Du zum Beispiel Seiten finden, die die Begriffe seo und nerd in genau dieser Reihenfolge im Seitentitel tragen, kombinierst zu die Operatoren allintitle: und die Anführungszeichen miteinander zu allintitle:“seo nerd“

Suchoperatoren, die es nicht mehr gibt

Im Laufe der Zeit hat Google einige Suchoperatoren wieder eingestellt. Zum Teil geschah dies, weil die Suchmaschine die jeweilige Funktion inzwischen automatisch übernimmt. Bei anderen Ex-Operatoren ist jedoch nicht ganz ersichtlich, warum diese nicht mehr funktionieren.

Pluszeichen +

Mit diesem Operator teilte man Google mit, wirklich nach allen der eingegebenen Suchbegriffe zu suchen. In den Anfangsjahren der Suchmaschine war dies die einzige Möglichkeit, um nach mehreren Wörtern zu suchen.

Tilde ~

Dieser Operator ermöglichte es, Suchergebnisse zu einem Synonym des eingegeben Suchbegriffs zu finden. Spätestens seit dem RankBrain Update ist Google allerdings selbst in der Lage, Suchergebnisse zu Synonymen und verwandten Suchanfragen zu liefern.

link:

Wolltest Du herausfinden, welche Seiten auf Deine oder eine andere Seite verlinken, konntest Du dies früher mit link: und der jeweiligen URL herausfinden. Ob dieser Operator noch funktioniert, ist in der SEO Szene zum Teil umstritten. Fakt ist jedoch, dass sich kaum Beispielen finden lassen, bei denen dieser Operator seine Aufgabe noch erfüllt.

inanchor:

Mit diesem Operator ließen sich Seiten finden, die den eingegeben Suchbegriff im Ankertext eines Backlinks verwendet hatten. Aus SEO Sicht war dieser Operator zum Aufbau von Backlinks sehr nützlich. Damit konnte man herausfinden, welche Seiten zum gewünschten Keywords bereits (zur Konkurrenz) verlinkten und so mögliche Linkpartner finden. Wahrscheinlich wurde der Operator obsolet, als Google begann die Bedeutung von Backlinks herunterzuschrauben.

Die wichtigsten Google Suchbefehle als PDF downloaden.

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