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Long-Tail-Keywords

15% der täglichen Suchanfragen sind für Google absolut neu!
Long Tail Keywords optimieren

Long-Tail-Keywords sind das neue Schwarz! Unter Long-Tail-Keywords versteht man in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) Suchanfragen, die mehr als zwei oder drei Wörter enthalten. Sie werden weniger häufig gesucht, sind damit weniger umkämpft und gleichzeitig kostengünstiger, wenn für sie Anzeigen geschalten werden (z.B. mit AdWords).

Die Long-Tail-Keywords sind aufgrund ihrer Länge spezifischer und geben oft die Intention eines Suchers preis. Daher kann man mit ihnen eine höhere Conversion Rate erreichen – anders als die Short Head-Keywords, die in der Regel eine geringe Conversion Rate, aber zusätzlich noch eine hohe Konkurrenz zur Folge haben.

Diese Grafik zeigt das Suchvolumen in Abhängigkeit zum Keyword. Das Long-Tail-Keyword “Nike Air Max Schuhe kaufen“ hat ein geringes Suchvolumen, verrät Intention des Suchenden.
Der Begriff Long Tail kommt ursprünglich aus dem kaufmännischen Bereich. Dort bezeichnet er selten nachgefragte Produkte, die im klassischen Geschäft nicht wirtschaftlich geführt werden können. Neben den Bestsellern besteht allerdings ein Nischenmarkt für eben jene Produkte, weshalb sie im Sortiment behalten werden.

Warum Long-Tail-Optimierung immer wichtiger wird

Früher musste man jedes Wort in den Suchschlitz eingeben, von Anfang bis zum Ende. Das führte dazu, dass lange Suchanfragen viel seltener eingegeben wurden. Als Google per Suggest-Funktion (siehe Bild) anfing, Suchanfragen zu komplettieren, wurden auch häufiger Keyword-Kombinationen und deutlich längere Suchanfragen gestellt – was wiederum für Long Tail-SEO interessant ist. Durch Google Suggest vervollständigt Google auch lange Keywords, die häufig miteinander gesucht werden. Long-Tail-Keywords müssen damit nicht vollkommen ausgeschrieben werden.
Seit Siri, die Google-Suche-App und Cortana für uns suchen, werden die Suchanfragen immer länger. Mit den persönlichen Such-Assistenten wird eher wie mit einem Menschen gesprochen. Es heißt nicht: “OK Google!: Pastinake Bild“, sondern “OK Google!: Zeige mir Bilder von Pastinaken“. Der Hummingbird-Algorithmus und Rankbrain helfen Google dabei, unsere Sprache besser zu verstehen und die richtige Antwort zu geben. Wozu Google per Spracherkennung fähig ist, wird in dem folgenden Video deutlich:

Optimierung auf Long-Tail-Keywords hat Vorteile

Der Trend geht also klar von kurzen, einzelnen Wörtern hin zu längeren Wortkombinationen. Allein 15 % der täglichen Suchanfragen sind laut Google neu und wurden nie zuvor gestellt.

Das bedeutet: Seitenbetreiber können sich auf den hart umkämpften Markt der beliebtesten Short-Head-Keywords einlassen oder sie versuchen im Long-Tail-Bereich Besucher anzuziehen. Der geringere Wettbewerb hat den Vorteil, dass Ranking-Erfolge schneller erzielt werden können. Dank der erweiterten Long-Tail-Suchanfragen kann der Seitenbetreiber die genau passende Zielgruppe für sich gewinnen. Die Chancen gefunden zu werden steigen also, ebenso wie die für einen Abschluss (Conversion).

Blogs, die auf Long-Tail-Keywords optimieren, haben eine automatische Spezialisierung. Dadurch ist es möglich, sehr genau zu steuern, welche Personen auf die Website kommen. Diese Besucher erwarten dann eine gezielte Antwort auf ihre Suchanfrage.

So gelingt die Long-Tail-Optimierung

Hinter der Long-Tail-Optimierung steckt viel Arbeit und Zeit, da häufig eine große Menge an Inhalt benötigt wird. Angefangen wird wie immer mit der Keyword-Research. Es ist wichtig, das richtige Keyword beziehungsweise die richtige Phrase zu finden. Neben dem Keyword-Planner von Google kann man auch folgende Tools verwenden:

  • Google Suggest
  • Google-Vorschläge (“Suchten auch“)
  • Übersuggest
  • W-Fragen-Tool

Long-Tails sind oft sehr exakte Fragen und diese sollte man besser als die Konkurrenz beantworten können. Das geht aber nur dann, wenn man seine Konkurrenten auch kennt. Die ersten 10 Ergebnisse, die Google bei einer Suche nach dem gefundenen Long-Tail-Keyword listet, sind ein guter Indikator. Um zu ranken muss man die Frage besser beantworten. Besser kann dabei alles sein:

  • benutzerfreundlicher
  • schneller
  • besseres Webdesign
  • mobil optimiert
  • zusätzlicher Mehrwert
  • einzigartiges Know-How
  • usw.

Alles weitere sind die üblichen SEO-Maßnahmen: Technik, OnPage, OffPage, usw.

Dadurch, dass die Suchanfragen länger und komplexer sind, muss oftmals auch eine längere Antwort her. Wer auf Long-Tail-Keywords setzt, der benötigt auch oft etwas mehr Inhalt. Auf viele Long Tails hat Wikipedia die Lösung, wenn es sich nicht um eine “transactional query“ handelt, also um eine Suchanfrage mit einer Kaufabsicht. Wird die Frage nur häufig genug gestellt, so kann man ein Featured-Snippet bei Google bekommen:

Google Screenshot einer Answerbox

Unser Fazit zu Long-Tail-SEO

Die Optimierung auf längere Suchanfragen ist längst die Regel. Dabei ist Long-Tail-Optimierung kein Hexenwerk und unterscheidet sich nicht grundlegend von der Optimierung auf Short-Head-Keywords. Lange Suchanfragen durch Long Tail-Keywords werden in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Schuld daran hat Software wie Siri, Cortana und die Google-Sprachsuche, die eine menschenähnliche Kommunikation mit der jeweiligen Suchmaschine ermöglicht. Auf lange Sicht hin werden Seitenbetreiber durch die Long-Tail-Optimierung mehr Besucher auf ihr Angebot hinweisen und die geeignete Zielgruppe erreichen können.

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