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Google Consumer Barometer

Das Marktforschungs-Tool aus dem Hause Google
Das Consumer Barometer von Google für Online-Verhalten weltweit

Du suchst Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit? Du fühlst Dich orientierungslos und brauchst jemanden, der Dir den rechten Weg weist? Vielleicht hast Du schon von diesem höheren Wesen gehört: allwissend, allgegenwärtig und (beinahe) allmächtig.

Ein Tipp: sein Name beginnt mit Go…

Die Rede ist natürlich von Google! Es gibt quasi nichts, was die Suchmaschine nicht weiß oder leisten kann. Mit dem Google Consumer Barometer, einem umfangreichen Tool für die Marktforschung, lässt uns der Suchmaschinen-Gigant nun ein seinem Wissen teilhaben (zumindest teilweise).

Was ist das Google Consumer Barometer?

Das Google Consumer Barometer ist ein Tool, das Dir dabei hilft, das Online-Verhalten von Usern weltweit zu verstehen. Die Datengrundlage bildet eine Studie des Marktforschungsinstitutes TNS Infratest. Dieses befragte 2014 im Auftrag von Google mehr als 150.000 Internetnutzer weltweit in Online-Umfragen und persönlichen Interviews. Mit einer weiteren Befragung von etwa 400.000 Usern im Jahr 2015 wurde der Datenpool nochmals erweitert.

Auf Grundlage dieser Daten bietet des Google Consumer Barometer tiefe Einblicke in:

  • Internetnutzung
  • Einkaufsverhalten online
  • digitale Kommunikation
  • Nutzung der Endgeräte

Die Daten stammen aus 56 Ländern und sind in anschaulichen Grafiken aufbereitet.

Für wen ist das Google Consumer Barometer gedacht?

Ganz klar: ein derartig großer Datenpool über das Online-Verhalten von Nutzern weltweit ist ein wahrer Goldschatz für alle Marketing- und Mediaverantwortlichen. Sämtliche Umfragewerte lassen sich filtern und das sogar sehr detailreich. Du kannst Dir zum Beispiel anschauen, wie sich die Endgerätenutzung für Online-Einkäufe in Deutschland prozentual verteilt:

Online-Einkäufe je nach Endgerät im Consumer Barometer

91% der User nutzen Ihren Computer für Online-Einkäufe.

Du kannst dir die Endgerätenutzung für Online-Einkäufe aber auch für Frauen in Deutschland, im Alter von 25 bis 34, mit einem mittleren Einkommen und ohne minderjährigen Personen im Haushalt anschauen.

Gefilterte Daten im Google Consumer Barometer

Die Daten lassen sich nach zahlreichen Aspekten filtern.

Beachte jedoch: je mehr Filter Du auswählst, desto kleiner wird die Datenbasis. Daher kann es sein, dass Dir das Consumer Barometer irgendwann mit den Hinweis „Base too small“ einfach keine Ergebnisse mehr ausspuckt.

Marketer können durch das Consumer Barometer ihre Zielgruppe noch besser einschätzen. Sie erhalten wertvolle Informationen darüber:

  • auf welchen Endgeräten die Zielgruppe am häufigsten aktiv ist,
  • welche Endgeräte für Einkäufe genutzt werden,
  • wie User sich nach dem Einkauf verhalten,
  • nach welchen Kriterien lokale Geschäfte für einen Einkauf ausgewählt werden,
  • wie User zum ersten Mal auf Produkte, die sie kaufen, aufmerksam wurden
  • und vieles mehr

Doch das Google Consumer Barometer ist nicht nur für das Einkaufsverhalten interessant. Unter der Kategorie „The Smart Viewer“ liefert das Tool interessante Insights über das Video-Verhalten. So kannst Du unter anderem herausfinden, auf welchen Endgeräten Deine Zielgruppe Videos anschaut, welche Genres und Videolängen angesehen werden und sogar auch, wie sehr sich die User auf das Video konzentrieren bzw. ob während des Ansehens auch noch anderen Aktivitäten nachgehen.

Das Consumer Barometer ist nicht nur ideal, wenn Du Deine eigene Zielgruppe besser verstehen willst. Es hilft Dir auch dabei, neue Märkte zu erschließen oder Zielgruppen miteinander zu vergleichen. Wenn Du zum Beispiel mit Deinem Online-Geschäft auch in anderen Ländern aktiv werden möchtest, kannst Du Dir im Consumer Barometer etliche Infos über das Online-Verhalten in den Zielländern suchen. So kannst Du Deine Marketingmaßnahmen gezielt anpassen.

Wenn Du mit Deinem Unternehmen international erfolgreich sein willst, ist es wichtig, die Gegebenheiten des Marktes zu kennen. Dabei sind die Unterschiede manchmal größer als gedacht – sogar im gleichen Sprachraum. So zeigt das Google Consumer Barometer, dass Internetnutzer in Österreich weitaus häufiger Produkte im Ausland bestellen als deutsche User.

Vergleich der Auslandseinkäufe in Deutschland und Österreich

Deutsche Usern bestellen seltener im Ausland als Österreicher.

Im konkreten Fall würde das bedeuten, dass Du Dich zwar nicht um die Übersetzung Deiner Seite kümmern musst, Deine Marketingstrategie für den österreichisches Markt jedoch angepasst werden sollte.

Was sagt das Google Consumer Barometer über deutsche User?

Das Google Consumer Barometer liefert natürlich auch für den deutschen Markt spannende Insights. So zeigt sich zum Beispiel, dass 91 % der Online-Einkäufe am Computer getätigt werden (siehe Grafik oben). Mit 5 % ist das Tablet weit abgeschlagen und Smartphones sind mit 3 % die klaren Verlierer. Im Gegensatz dazu liegen das generelle Surfen auf dem Smartphone (68 %) und am Computer (78 %) nicht sehr weit auseinander. Das heißt: Auch wenn das Smartphone fast so häufig zum Surfen genutzt wird wie der Computer, ist es was Online Shopping angeht jedoch auf der Verliererstraße.

Dass die mobile Optimierung von Webseiten und Local SEO immer mehr an Bedeutungen gewinnen, belegt auch das Consumer Barometer. 25 % der Deutschen suchen auf ihrem Smartphone nach lokalen Informationen.

Spannend zu sehen ist auch, was User tun, wenn beim Zugriff auf Webseiten über das Smartphone Probleme auftreten. Fast die Hälfte aller Befragten gibt an, es mit der gleichen Seiten einfach noch einmal auf einem anderen Gerät zu versuchen.

Nutzerverhalten bei Zugriffsproblemen über das Smartphone

Wie verhalten sich Nutzer, wenn sie Probleme beim Webseitenzugriff auf dem Smartphone haben?

Die 4 wichtigsten Zielgruppen laut dem Google Consumer Barometer

Aus den gesammelten Daten hat das Google Consumer Barometer in den Audience Stories vier wichtige Zielgruppen genauer beleuchtet, die Du nicht außer Acht lassen solltest:

  1. Die Markenbotschafter (Brand Advocates): Sie sind extrem gut vernetzt und online sehr engagiert. Rund 50 % von ihnen kommentieren und liken täglich Beiträge, 40 % teilen täglich Links mit anderen. Daher ist diese Zielgruppe enorm wichtig, um eine Marke oder ein Produkt bekannt zu machen und zu etablieren.
  2. Digital Moms: Diese Userinnen schaffen mühelos den Spagat zwischen fürsorglicher Mutter und trendiger Frau. Sie nutzen das Internet um praktisch alles für die Familie zu kaufen und sind nicht selten als Bloggerinnen und Trendsetter unterwegs.
  3. How-to-Video-Nutzer: Diese Zielgruppe liebt Infotainment, ist kreativ und gerne online aktiv. Jeder zehnte YouTube-User schaut dort Do-it-yourself-Videos. Diese Zielgruppe ermöglicht es Marken, ihre Produkte nicht zu selbst zu präsentieren, sondern von Usern präsentieren zu lassen.
  4. Die Millennials: die Generation, die praktisch immer online ist. Bei ihnen sind Online-Welt und Offline-Welt stark miteinander verflochten. Zudem sind sie nicht nur digital, sondern auch mobil.

Zu diesen vier Zielgruppen hat das Google Consumer Barometer besondere Informationen aufbereitet. Diese geben Einblick in das Online-Verhalten, die Motivationen für Online-Aktivitäten und wie dieses Wissen für Marketing-Strategien genutzt werden kann.

Wo liegen die Grenzen des Google Consumer Barometer?

Wie bereits angesprochen nimmt die Datengrundlage ab, je mehr Filter angewendet werden. Je weiter Du Deine Zielgruppe eingrenzt, desto größer die Möglichkeit, dass Dir das Consumer Barometer keine Daten liefern kann. Wenn Du also konkretere Daten über Deine klar definierte Zielgruppe erhalten willst, solltest Du darüber nachdenken, selbst eine Studie durchzuführen bzw. diese bei einem Marktforschungsinstitut in Auftrag zu geben.

Außerdem liefert das Google Consumer Barometer keine Erklärungen für die Ergebnisse. Die Tatsache, dass trotz immer häufigerer Smartphone-Nutzung kaum Online-Einkäufe auf diesem Gerät getätigt werden, kann mehrere Gründe haben:

  1. Zu wenige Online Shops sind für die mobile Nutzung optimiert.
  2. Smartphones werden häufig unterwegs genutzt, wo nicht genug Zeit und Aufmerksamkeit für Online-Einkäufe zur Verfügung stehen.
  3. Die Eingabe von Daten ist am Computer komfortabler.

Woran die stiefmütterliche Behandlung des Smartphones beim Online Shopping jedoch liegt, kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein.

Fazit: Das Google Consumer Barometer ist ein mächtiges Tool!

Natürlich ist auch Google nicht allmächtig. Und so stößt das Consumer Barometer auch irgendwann an die Grenzen seiner Möglichkeiten. Doch bis diese Grenzen erreicht sind, kommt man an allerhand interessanter und wertvoller Daten vorbei. Nirgendwo sonst erhält man so viele Statistiken über das Online-Verhalten von Nutzern weltweit an einem Ort. Wenn Du wissen willst, wie und wo Du Deine Zielgruppe erreichst, solltest Du mehr als nur einem Blick auf das Google Consumer Barometer werfen.

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