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Google Consumer Barometer

Das Marktforschungs-Tool aus dem Hause Google
Lesedauer: 4 Minuten
Das Consumer Barometer von Google für Online-Verhalten weltweit

Das Google Consumer Barometer
Marktforschung leicht gemacht

Seit 2012 bietet das Google Consumer Barometer regelmäßig interessante Einblicke in das Onlineverhalten von Nutzern auf der ganzen Welt.

Die jüngste Version der Trenddaten

  • zur Internet- und Gerätenutzung
  • zum Einkaufsverhalten online
  • zu globalen Zielgruppen
  • zur Nutzung von Videoinhalten

stammt von 2017. Die Ergebnisse haben wir für Dich hier zusammengefasst.

Was leistet das Google Consumer Barometer?

Das Google Consumer Barometer hilft dir zu verstehen, wie Menschen weltweit das Internet nutzen. Soweit, so gut. Für Vermarkter ist das Tool jedoch noch viel mehr als das: Die regelmäßig aktualisierten Daten liefern tiefe Einblicke in aktuelle Verbrauchertrends und helfen so Marken, ihre Zielgruppe besser zu verstehen und gezielter anzusprechen.

Statistik zur Anzahl der Menschen, die täglich das Internet nutzen. Die Grafik zeigt klar einen Anstieg seit 2012

Die Zahl der täglichen Internetnutzung steigt kontinuierlich

Dazu werden jährlich jeweils im Frühjahr umfangreiche Datenerhebungen durch TNS Infratest durchgeführt. Für den aktuellen Datensatz aus 2017 hat das Institut beispielsweise 79.000 Menschen aus 63 Ländern befragt. Das Herzstück der Datenerhebung bilden zwei verschiedene Fragebögen. Der erste bezieht sich auf die Internetnutzung der Befragten, der zweite Fragebogen auf das Konsumverhalten und Produktkäufe im Internet.

Wie ist das Google Consumer Barometer aufgebaut?

Graph Builder

Trotz des immensen Datensatzes erleichtert Google die Navigation im Tool mit übersichtlichen Kategorien. Graph Builder liefert Dir mit nur wenigen Klicks übersichtlichen Charts zu den Daten, die Du gerade suchst. Das Auswahlmenü ist dafür in grobe Sparten einteilt (Online- und Multiscreen World, The Smart Shopper und Smart Viewer), die sich jeweils in weitere Unterkategorien aufsplitten.

Damit lassen sich zahlreiche Fragestellungen anwählen, wie zum Beispiel „Welche Produkte haben schwedische und deutsche Männer online aus anderen Ländern gekauft?“. Die Darstellungen kannst du bequem für Präsentationen oder andere Zwecke nutzen.

Trended Data

In den weiteren Kategorien präsentiert das Google Consumer Barometer ausgewählte Ergebnisse. Diese liefern Dir bereits tiefe Einblicke in das Konsumverhalten von Onlinenutzern, ohne dass Du intensiv nach Daten filtern musst. Die erste dieser Kategorien ist Trended Data.

Die Auswertungen kannst Du hier nach Land und Altersgruppen sowie Geschlecht filtern. Der Fokus der Daten liegt hier auf der generellen Nutzung des Internets. Du gewinnt hier Einblicke, wie oft und mit welchen Devices die Internetnutzer der verschiedenen Länder im Netz unterwegs sind.

Curated Insights

Das Smartphone wird zum wichtigsten Zugangsgerät der Internetnutzung. Grafik aus dem Google Consumer Barometer.

Das Smartphone wird zum wichtigsten Zugangsgerät der Internetnutzung

Weitere ausgesuchte Datenauswertungen bietet die Kategorie Curated Insights. Hier findest Du essentielle Übersichten zur Internetnutzung, dem Konsumverhalten (lokal, international sowie unterschiedlicher Verbrauchertypen) zusammen gestellt. Du gewinnst in dieser Rubrik schnell interessante Einsichten aus den Kategorien, wie Du sie auch im Graph Builder findest und kannst die Ergebnisse nach Ländern filtern. Je nach der jeweiligen Datenlage können die Subkategorien nach Land auch variieren.

 

Audience Stories – die 4 wichtigsten Zielgruppen im Google Consumer Barometer

Aus den gesammelten Daten hat das Google Consumer Barometer vier Konsumententypen herauskristallisiert, die in den Audience Stories des Tools versammelt sind. Diese Kategorie ist fürs Online-Marketing bei Weitem die interessanteste, da sie für Verkäufer und Vermarkter wichtige Kernzielgruppen hervorhebt:

Symbolgrafik der Ziele "Markenbotschafter"

Die Markenbotschafter sind online besonders aktiv

Die Markenbotschafter (Brand Advocates): Einer von drei Internetnutzern gehört zu den Brand Advocates. Was diese Gruppe für Marketers besonders interessant macht ist, dass sie sehr gut vernetzt und online sehr engagiert sind. Rund 50% von ihnen kommentieren und liken täglich Beiträge in sozialen Netzwerken, 40% teilen täglich Links, und damit auch Produktempfehlungen, mit anderen.

Sie sind zudem stets gut über Produktdetails informiert und folgen deutlich öfter Fashiontrends und Technologieneuheiten als andere Typen aus den Audience Stories. Wer eine Marke oder ein Produkt bekannt machen möchte, sollte diese Gruppe daher besonders im Blick behalten.

 

Zielgruppe: Digital Moms. Die Grafik zeigt eine Frau mit Tablet sowie einen Einkaufswagen

Zielgruppe: Digital Moms

Digital Moms: Die Digital Moms sind gut informierte, enorm gut vernetzte und moderne Frauen, die viel online unterwegs sind. 70% dieser Müttergeneration produzieren oder kommentieren Onlineinhalte mindestens einmal monatlich.

Häufig betreiben sie einen eigenen Blog und sind in verschiedenen sozialen Netzwerken unterwegs, wo sie gern mit anderen Nutzern kommunizieren und ihr Wissen über Produkte teilen. Auch als Trendsetter sind sie nicht zu unterschätzen.

 

Symbolgrafik der Zielgruppe "How-to-Video-Nutzer"

How-to-Video-Nutzer sind für Onlineshops eine wichtige Zielgruppe

How-to-Video-Nutzer: Diese Zielgruppe liebt Infotainment und Produktinformationen, die über DIY-Videos präsentiert werden. So ist jeder zehnte YouTube-Nutzer vor allem an How-to-Videos interessiert – sei es als Konsument oder sogar als Produzent. Unboxing-Videos, Do-it-yourself-Inhalte oder Produktanleitungen sind das, was das Herz dieser Audience begehrt.

Für Marketers sind die How-to-Video-Nutzer nicht nur dankbare Zuschauer, sondern können mit ihren selbstgedrehten Produktvideos sogar selbst zu Markenbotschaftern werden.

 

Symolgrafik der Zielgruppe Millennials

Die Millennials nutzen häufiger das Smartphone als andere Zielgruppen

Die Millennials: Laut dem Google Consumer Barometer gehen 16 bis 34 jährige Internetnutzer nicht online, sondern leben regelrecht online.

90% aller Nutzer dieser Altersgruppe sind täglich im Internet unterwegs und haben ihr Offline- und Onlineleben regelrecht miteinander verflochten. 1 von 3 Millenials nutzt mittlerweile sogar häufiger das Smartphone, um auf sozialen Netzwerken Rat zu suchen, Suchmaschinen nach Informationen zu durchforsten, nach dem Weg zu fragen und Produkte zu recherchieren.

Für wen ist das Google Consumer Barometer gedacht?

Ganz klar: Ein derartig großer Datenpool über das Onlineverhalten von Nutzern weltweit ist ein wahrer Goldschatz für alle Marketingverantwortlichen. Im Tool kannst Du länderspezifisch suchen, mit welchen Devices Deine Zielgruppe im Internet unterwegs ist oder wie der bevorzugte Weg des Online-Produktkaufs aussieht.

Über welchen Kanal wird gekauf – Ergebnisse der Google-Studie.

Über welchen Kanal wird gekauft.

Zudem sind die 4 Hauptzielgruppen aus den Audience Stories extrem hilfreich, um Konsumenten mit abgestimmten Werbemaßnahmen gezielt anzusprechen und für die Produktbekanntmachung einzusetzen. Aber auch für Betreiber privater Webshops, Blogs oder lokaler Geschäfte sind die Informationen, die sich aus dem Google Consumer Barometer gewinnen lassen, mehr als aufschlussreich.

 

Wo liegen die Grenzen des Google Consumer Barometer?

Leider ersetzt das Google Consumer Barometer (noch) nicht weitergehende Markt- und Zielgruppenrecherchen. Obwohl der Datensatz schon sehr beachtlich ist, stößt man mit bestimmten Filtereinstellungen auch schnell an Grenzen. Je weiter Du Deine Zielgruppe eingrenzt, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass das Consumer Barometer keine Daten mehr liefern kann.

Das Google Consumer Barometer bietet Dir zudem keine Erklärungen für die Ergebnisse. Diese wären aber hilfreich, um beispielsweise die Hintergründe für bestimmte Trends, Vorgänge in der Produktrecherche und ähnlichem zu verstehen und in die Planung der Marketingmaßnahmen mit einzubeziehen. Wenn Ihr also detailliertere Auskünfte über Eure Zielgruppe erhalten wollt, ist es möglicherweise hilfreich, selbst eine Studie durchzuführen bzw. diese bei einem Marktforschungsinstitut in Auftrag zu geben.

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