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SEO-Audit

Rundum-Check für den SEO-Durchblick
Lesedauer: 5 Minuten

Das SEO-Audit erfasst alle wichtigen Daten, die für das Ranking einer Domain verantwortlich sind. Entsprechend steht es am Anfang aller SEO-Maßnahmen. Ähnlich der Untersuchung von Ärzten bildet es die Grundlage für die spätere „Behandlung“. SEO-Audits müssen daher stets so sorgfältig wie nur irgend möglich durchgeführt werden. Schleichen sich dabei Fehler ein, wird später buchstäblich an den falschen Stellen herumgedoktert.

In diesem Artikel erfährst Du:

  • weshalb das technische Content-Audit so zentral für SEO-Audits ist
  • mit welchen Schritten ein technisches Content-Audit erarbeitet wird
  • welche Tools dafür nützlich sind
  • wie Du die erfassten Daten interpretieren kannst
  • welche Checks zu einem SEO-Audit noch dazugehören

Das SEO-Audit fußt auf dem technischen Content-Audit

Wenn Webseiten bei Google und anderen Suchmaschinen nicht gut ranken, kann das sowohl an technischen als auch an inhaltlichen Onpage-Mängeln liegen. In SEO-Agenturen wie dem seo-nerd® arbeiten daher meist sowohl „Techniker“ mit Programmier-Kenntnissen als auch Texter. Aus organisatorischen Gründen werden beide Arbeitsgebiete zusätzlich von SEO-Managern unterstützt, die sich in allen SEO-Fragen bestens auskennen. Sie sind es auch, die die SEO-Audits in der Regel durchführen. Sie bündeln alle sich daraus ergebenden SEO-Maßnahmen und überprüfen später deren Wirkung.

Für das SEO-Audit ziehen sich die SEO-Manager quasi technische Brillen auf. Mit diesen blicken sie auf die zu untersuchende Webseite aus einer Perspektive, die der von Suchmaschinen so nahe wie möglich ist. Aus diesem Grund fußt das SEO-Audit wesentlich auf einem technischen Content-Audit. Der SEO-Manager prüft, wie die Inhalte der einzelnen URLs des Webauftritts von den Suchmaschinen ausgelesen, interpretiert und indexiert werden. Am Ende entsteht so eine Inventarliste des Contents, der den Suchmaschinen zur Indexierung angeboten wird.

Ziel dieser Aufstellung ist es, herauszufinden, welche für das Angebot der Webseite relevanten Inhalte von Google und Co. bereits besonders gut bewertet werden, welche nur ein „geht so“-Prädikat erhalten und welche Inhalte oder Seiten ganz durch das Raster der Suchmaschinen fallen. Letztlich zielt das SEO-Audit damit auf eine Indexierungskontrolle. Warum ist das wichtig? Onlineshops können damit sicherstellen, dass URLs mit umsatzträchtigen Angeboten auf jeden Fall indexiert und gut bewertet werden. Denn nur indexierte Seiten  können ranken, Traffic generieren und damit mehr Umsatz ermöglichen. Mithilfe der erstellten Inventarliste kannst Du zudem das Optimierungspotenzial dieser Seiten identifizieren. Anders formuliert: Dein SEO-Audit legt offen, mit welchen Maßnahmen Du die Sichtbarkeit Deiner Seiten verbesserst.

Die 3 Phasen eines SEO-Audits

  1. Erfassen aller wichtigen technischen und inhaltlichen Daten (sozusagen die eigentliche „Beweissicherung“ oder „Prüfung“, auf die der Begriff „Audit“ anspielt)
  2. Analyse und Interpretation der Daten
  3. Festhalten der geprüften, analysierten und interpretierten Daten in einem Report mit konkreten Handlungsempfehlungen.

Einige elementare Schritte der SEO-Audit

Zunächst solltest Du im Audit klären, ob die Crawler der Suchmaschinen die Seiten Deiner Domain überhaupt erfassen. Grundlage dafür ist eine XML-Sitemap (die Seitenübersicht). In ihr sollten alle wichtigen und umsatzrelevanten Seiten gelistet sein. Erstelle die Sitemaps nicht händisch, sondern über Sitemap Generatoren oder entsprechende Funktionen des verwendeten Content-Management-Systems. Diese Sitemap reichst Du dann über die Google Search Console (bzw. das Bing Webmaster Tool) an die Suchmaschine ein. Das ist auch der Grund, weshalb SEO-Agenturen Dich gleich zu Beginn der Zusammenarbeit um die entsprechenden Zugänge bitten.

Nach dem Hochladen der Sitemap zeigt Dir die Google Search Console an, wie viele Seiten zur Indexierung eingereicht und wie viele davon tatsächlich von Google indexiert wurden. Es wird sich so gut wie immer eine Differenz ergeben. Denn die Sitemaps sind nie zu 100 Prozent sauber. Anders formuliert, reichst Du als Seitenbetreiber also Seiten ein, die die Suchmaschinen gar nicht indexieren können. Typische Gründe dafür sind, dass die URLs nicht mehr zu erreichen sind, weil sie gelöscht wurden, fehlerhaft weitergeleitet werden oder es zum Zeitpunkt des Crawls Probleme mit dem Server gab. Manche Seiten enthalten auch ein Canonical-Tag, das auf eine andere Seite verweist (um so Duplicate Content zu vermeiden). Sie haben ebenso wenig etwas in der Sitemap zu suchen wie auf Noindex gesetzte Seiten.

Statuscode aller URLs ermitteln

Um zu verstehen, weshalb Unterseiten für Google nicht erreichbar sind, solltest Du die Seiten selbst einmal mit einem SEO-Tool wie dem Screaming Frog Tool crawlen. Mit dem Tool kannst Du feststellen, welchen Statuscode die einzelnen Seiten Deiner Domain zurückgeben:

  • Blocked by Robots.txt – die Seite ist gesperrt und kann nicht indexiert werden
  • No Response – kann ebenfalls nicht indexiert werden
  • Success (2xx) – die Seite meldet sich „ordnungsgemäß“ und kann indexiert werden
  • Redirection (3xx) – die Seite ist weitergeleitet
  • Client Error (4xx) – die Seite gibt einen 404-Statuscode aus
  • Server Error (5xx) – es liegt ein Serverfehler vor, die Seite kann nicht indexiert werden

Auf diese Weise hast Du schon einmal einen guten Überblick. Du weißt nun, welche Seiten eigentlich indexierbar sein sollten, es aufgrund welchen Fehlers aber nicht sind. Zudem weißt Du nun auch, welche Seiten in der Sitemap überflüssigerweise auftauchen. Die Sitemap sollte auf dieser Basis nur noch Seiten mit relevantem Content an Google senden.

Mit Tools wie dem Screaming Frog kannst Du Dir aber auch Gründe anzeigen lassen, weshalb eigentlich indexierbare Unterseiten von Google nicht indexiert werden. Häufig weisen diese Seiten

  • zu wenig Inhalt (erkennbar an einer geringen Zahl an Wörtern) sowie
  • doppelte, nicht einzigartige Inhalte auf (ein häufiger Fehler etwa bei Unterseiten einer Produktgruppe)
  • sind nicht oder nur wenig intern verlinkt (und wirken für Google daher nicht relevant genug, was vor allem dann gern der Fall ist, wenn sie auch noch einige Klicks von der Startseite entfernt sind)

Weitere Checks, die ein gründliches SEO-Audit ausmachen

Ein technisches Content-Audit allein kann nicht alle Faktoren erfassen, die fürs Ranking verantwortlich sind. Ausführliche SEO-Audits enthalten daher immer noch weitere Checks:

Checks, die technische Mängel offenlegen

  • Die Ladezeit ist dagegen ein unmittelbares Ranking-Signal. Und zwar ein sehr starkes, weshalb die Speedpage-Überprüfung beim SEO-Check nie fehlen sollte.
  • Wie sieht es mit den Meta-Daten, dem Title-Tag und der Meta-Description aus? Sind sie vorhanden? Enthalten sie relevante Keywords und sind sie ansprechend verfasst?
  • Wie sieht es mit den URLs aus? Auch sie sollten „sprechend“ sein und möglichst das Keyword enthalten.
  • Wie sauber ist der Code? Die W3C Validierung zählt zwar nicht zu den Ranking-Kriterien, doch verursachen unsaubere Codes häufig Fehler und wirken sich dadurch indirekt aufs Ranking negativ aus.
  • Zu den Standardtests zählt längst auch, ob die Seite mobil optimiert ist. Prüfen lässt sich das mit diversen Tools, u.a. auch mit der Search Console
  • Gut rankende Seiten kommen nur in Ausnahmefällen ohne Bilder aus. Daher lohnt sich immer auch ein Blick auf die Frage, ob die Bilder SEOptimiert sind. Für die Suchmaschinen ist vor allem der Alt-Title entscheidend. Er sollte vorhanden sein und das Keyword enthalten. Zudem sollten auch die Bilder schnell geladen werden. Das Zauberwort dafür heißt meist Komprimierung.
  • Geprüft werden sollte ferner immer, wie es mit den Backlinks aussieht. Gibt es welche? Wie viele? Sind sie eventuell gefährlich, stammen sie von anstößigen, nicht vertrauenswürdigen Seiten?

Checks, die Potenzial beim Inhalt und der Gestaltung anzeigen

  • Keywords: welche Seite rankt für welche Keywords? Halte dabei am besten auch gleich fest, ob Du Seiten entdeckst, die das gleiche Keyword bedienen. Jede Seite sollte ein anderes Keyword aufweisen.
  • Je nach geografischer Ausrichtung empfiehlt sich eine Überprüfung, ob bei internationalen Webseiten die Hreflang-Tags richtig gesetzt sind und bei lokal ausgerichteten Seiten, ob diese ausreichende lokale Hinweise im Content und den URLs enthalten.
  • Wie verhalten sich die User auf den Seiten? Wie lange bleiben sie? Klicken Sie auf weitere Unterseiten? Wie schnell springen sie ab (Bounce-Rate)?
  • Ist die Domain in den sozialen Netzwerken präsent? Können Seiten aus der Domain heraus durch Social Signals geliked werden?
  • Wie sieht es mit der Usability der Seiten aus? Sind die Klickwege nachvollziehbar und so kurz wie möglich? Aber auch: stimmen Look & Feel der Seiten mit den angebotenen Inhalten sowie den Zielen der Webseitenbetreiber überein

Das SEO-Audit liefert zwar eine SEO-Aufgabenliste, bedarf aber immer auch der Interpretation

Es dürfte klargeworden sein, dass beim SEO-Audit am Ende immer eine Liste mit Aufgaben herauskommt. Im Audit-Report wird daher immer auch festgehalten, welche Fehler und Mängel abgestellt werden müssen. An welchen Stellen es sich besonders lohnt, Zeit und Arbeit zu investieren, ergibt sich teilweise aus den Daten, hängt immer aber auch von der jeweiligen Domain und deren Konkurrenz ab. Abzuwägen, wann welche Baustellen geschlossen werden, hängt oft von der Erfahrung der SEOs ab, muss genauso oft aber auch schlicht ausprobiert werden. Nicht zuletzt sollte sich auch der Webseitenbetreiber selbst über seine Ziele im Klaren sein. Die Daten eines gut gemachten SEO-Audits geben daher zwar immer schon eine Richtung vor, der zu gehende Weg muss dennoch stets individuell abgestimmt werden.

Der seo-nerd® ist Dir selbstverständlich gerne bei der Erstellung eines SEO-Audits behilflich bzw. erstellt ein Audit auf Wunsch auch für Deine Seite.