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SEO ist tot. Lang lebe SEO!

SEO braucht keine Grabredner
Warum SEO nicht tot ist

SEO ist tot? Totgegesagte leben länger!

Mark Twain, Morgan Freeman und sogar Queen Elizabeth II. teilen das gleiche Schicksal: falsche Todesmeldungen, die die Öffentlichkeit in Aufruhr versetzen. Genau dasselbe muss sich SEO seit Jahren gefallen lassen. „SEO ist tot“ liest man immer wieder. Doch genauso wie totgeglaubte Stars meldet sich auch die Suchmaschinenoptimierung immer wieder erfolgreich zurück.

SEO ist nur tot, wenn Du die Updates verschläfst.

Mit jedem neuen Google Update ändern sich die Anforderungen an Suchmaschinenoptimierung. Wenn Google seinen Algorithmus verändert, tut die Suchmaschine dies, um den Nutzern immer bessere Suchergebnisse zu präsentieren. Logischerweise ist es also eine der Kernaufgaben von SEO den Suchmaschinen zu zeigen, dass eine bestimmte Seite die richtige Antwort auf die Suchanfrage eines Nutzers bietet.

Wer sich konsequent den Google Updates verschließt und SEO nach dem Motto „Früher war alles besser!“ betreibt, trägt seine eigene Suchmaschinenoptimierung unweigerlich zu Grabe.

Sargnagel #1 – Keyword-Stuffing

Natürlich sind Keywords eine der wichtigsten Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung. Wie soll Google wissen, dass Deine Seite für einen bestimmten Suchbegriff die passenden Inhalte und Antworten liefert, wenn Du diese Keywords nicht richtig einsetzt? Die Betonung liegt hier auf „richtig“. Um gute Rankings zu erreichen, war es früher gang und gäbe, Keywords ohne Sinn und Verstand massenhaft auf einer Website unterzubringen. Das Ergebnis waren Inhalte ohne Mehrwerte, unleserliche Texte und enttäuschte User, die auf einer Seite nicht das fanden, wonach sie suchten. Spätestens seit dem Penguin Update ist das der Todesstoß für jede Seite.

Sargnagel #2 – Cloaking

Cloaking ist eine Maßnahme aus dem Black Hat SEO, bei der Besuchern eine andere Version der Website gezeigt wird als Google. Der Hintergrund ist, dass der Google Bot und andere Crawler Elemente wie Flash-Dateien oder Bilder nur im geringen Maße auslesen können. Während der Nutzer diese sehen kann, richtet sich die Suchmaschine vorrangig nach dem Quelltext der Seite. Beim Cloaking wird der Quelltext mit Content gespickt, der dem User nicht angezeigt wird, dem Crawler jedoch relevante Inhalte vorgaukelt. Doch Google ist schlau und erkennt Cloaking inzwischen sehr gut. Die Abstrafung dafür folgt auf dem Fuße.

Wer sicherstellen will, wie der Google Bot seine Seite wahrnimmt, kann über das Tool „Abruf wie durch googlebot“ die Seite prüfen. Dafür werden nur ein gültiges Google Konto und die Anmeldung der betreffenden Seite für die Webmaster Tools benötigt.

Sargnagel # 3 – Fokussierung auf Google

Es heißt zwar Suchmaschinenoptimierung, doch wer seinen Fokus allein auf die Google legt und seine Seite nur dem Suchmaschinen-Giganten schmackhaft machen will, kann gleich den Leichenschmaus für seine Seite bestellen. Immerhin heißt es ja nicht Google Optimierung. Auch Amazon, Quora oder Pinterest sind Suchmaschinen und ihre Nutzung spiegelt sehr stark die Intentionen der Nutzer wider. Ryan Stewart macht dies an einem Beispiel sehr gut deutlich: Er ließ sein neues Apartment von seiner Freundin einrichten. Auf Pinterest holte sie sich Einrichtungsideen, auf Amazon suchte sie Anhand der Keywords von Pinterest nach den Produkten. Auf Ebay schaute sie, welche Produkte sie dort günstiger erstehen könnte, fand diese aber etwas „zu Second Hand“ und kaufte schließlich alle Möbel auf Etsy, wohlwissend, dass es dort einzigartige Handmade-Produkte gibt. Warum sie nicht gegoogelt hat? Für ihre Suchabsicht war dies einfach ein unnötiger Zwischenschritt.

Was sagt Dir das? Viele User haben aufgrund ihrer bisherigen Internet-Erfahrung bereits einen guten Überblick darüber, welche Plattform welchen Ansprüchen gerecht wird. Sie gehen also nicht mehr in jedem Fall den Umweg über Google. Hole Deine (potenziellen) Kunden also dort ab, wo sie sich aufhalten. Der Trend geht ganz klar zur Optimierung der Sucherfahrung.

Sargnagel # 4 – Content, was ist das?

„Inhalte überwinden!“ propagierte vor geraumer Zeit eine deutsche Satire-Partei. Diesen Slogan schienen sich viele Webseitenbetreiber schon vor Jahren auf die Fahnen geschrieben zu haben. Automatisch generierte oder kopierte Inhalte waren offenbar eine gute Möglichkeit, den Arbeitsaufwand zu minimieren. Mit dem Panda Update, dass inzwischen Bestandteil des Kernalgorithmus ist, erhöhte Google den Fokus auf Content und strafte reihenweise Seiten ab, die mit Thin oder Duplicate Content auffielen. Statt massenweise Texte mit vielen Keywords aber ohne sinnvolle Informationen unterzubringen, ist es heute eine Aufgabe der Suchmaschinenoptimierung, Inhalte mit Mehrwert bereitzustellen, die dem User das bieten, was er erwartet (und mehr) und so Google die Relevanz der Seite beweisen.

Sargnagel # 5 – Backlinks über Backlinks

Ist SEO wirklich tot?

SEO ist nur tot, wenn man nicht weißt, wie SEO geht.

Google funktionierte, als es noch in den Kinderschuhen stecke, analog zu wissenschaftlichen Publikationen, wo Referenz- und Quellenangaben zu den Grundprinzipien der seriösen Arbeit gehören. In diesem Sinne waren für Google die Verlinkungen von Webseiten untereinander ein wichtiger Rankingfaktor. Die Bedeutung von Backlinks haben sich SEOs immer wieder zu nutze gemacht und im großen Stil Linkaufbau betrieben. Je mehr Backlinks, desto besser – das war lange Zeit das Mantra. Linkfarmen schossen wie Pilze aus dem Boden, Marketingbudgets wurden für Linkkauf verprasst und wer versuchte, das ganze weniger auffällig zu betreiben, nutzte Linktausch mit anderen Seitenbetreibern. Auch hier hat Googles Penguin ganze Arbeit geleistet und die Bedeutung von Backlinks stark minimiert.

SEO ohne Backlinks

Was zumeist noch als Zukunftsvision gehandelt wird, ist für den seo-nerd schon ein alter Hut. Während viele Agenturen mit langwierigen Seeding-Prozessen versuchen, Backlink um Backlink aufzubauen, sieht der seo-nerd diese lediglich als erfreulichen Benefit. Es geht ihm vielmehr darum, Seiten so zu optimieren, dass sie von Usern oder anderen Seitenbetreibern als wertvoll und empfehlenswert angesehen werden. Im Fokus stehen unter anderem Brandbuilding und Reputationsaufbau. Die dadurch entstehenden, natürlichen Backlinks sind ein netter Nebeneffekt, nicht jedoch das Hauptziel.

So geht SEO beim seo-nerd

Der seo-nerd weiß: je differenzierter der Google Algorithmus wird, desto genauer müssen auch die einzelnen SEO Maßnahmen ineinander greifen. SEO muss sich auf den Endverbraucher ausrichten – und das sind nicht die Suchmaschinen, sondern die Suchenden. Doch wie schafft der seo-nerd es, dass sich User nach Deiner Seite die Finger lecken?

Content ist King? Kein König ohne starkes Parlament!

Mit gutem Content alleine bringst Du Deine Website nicht automatisch nach vorn. Stell Dir guten Content wie einen König (oder eine Königin) in einer parlamentarischen Monarchie vor: er repräsentiert Deine Seite, kann die Regierungsgeschäfte aber nicht allein führen oder das Parlament absetzen. Guter Content braucht immer andere starke Faktoren, mit denen er langfristig erfolgreich sein kann.

Außerdem muss Content wie ein guter König bleibende Werte mit dem aktuellen Zeitgeschehen verbinden. Das bedeutet konkret: Deine Seite muss sowohl Evergreen-Content bereitstellen, als auch auf aktuelle Ansprüche reagieren. Die Aufgabe und zugleich die Stärke von SEO ist es, die langfristigen Bedürfnisse von Nutzern zu bedienen und auf aktuelle Trends zu reagieren.

Technisches SEO

Du hast eine tolle Seite mit informativen Texten, anschaulichen Tutorial-Videos und knackigen Infografiken? Sehr gut! Deine Seite braucht eine halbe Ewigkeit, bis sie geladen ist? Sehr schlecht! Das ist der erste Punkt, an dem Nutzer abspringen und Deine Seite wieder verlassen. Gleiches gilt für die fehlende mobile Optimierung. Inzwischen werden mehr Webseiten von mobilen Geräten aus besucht als von einem Desktop-PC und bereits seit dem Hummingbird Update 2013 bevorzugt Google Seiten mit Responsive Design.

Doch schnelle Ladezeiten und mobile Optimierung allein sorgen aus technischer Sicht noch nicht für eine optimale Nutzungserfahrung. Eine flache Seitenstruktur, eine einfache Navigation und eine sichere Verschlüsselung über https sorgen dafür, dass die Nutzung Deiner Seite für User so einfach wie möglich ist.

Semantische Suche

Suchmaschinen sind heute nicht nur in der Lage unterschiedliche grammatische Formen und Synonyme eines Keywords zu interpretieren. Sie gehen mit ihrem sprachlichen Verständnis für Suchanfragen noch weiter. Die Ausrichtung von Suchmaschinen auf die semantische Suche möchte so genau wie möglich interpretieren, was der Nutzer mit seiner Suchanfrage gemeint haben könnte. Googelst Du zum Beispiel „Bruttoinlandsprodukt Deutschland“, liefert die Google sofort die Antwort und Du musst Dich nicht durch zahlreiche Wirtschaftsartikel kämpfen.

Die semantische Suche bringt direkte Antworten.

Google kann aber noch viel mehr interpretieren. Nach dem Motto „Es liegt mir auf der Zunge, aber ich komm’ einfach nicht drauf“, nutzen viele User die Suchmaschine, um eine Antwort zu finden. Beispiel:

Die semantische Suche interpretiert Fragen

Was bedeutet das für SEO? Ganz klar: eine Website muss noch viel mehr auf den Nutzer ausgerichtet werden, als auf die Suchmaschine. Inhalte müssen also nicht ausschließlich auf Keywords, sondern auf Topics (also relevante Themen) optimiert werden. Des weiteren sind strukturierte Daten ungemein hilfreich, damit Suchmaschinen Begriffen eine bestimme Bedeutung zuordnen können.

Saubere Backlink-Profile

Dass Backlinks irgendwann keinen Einfluss mehr auf das Ranking einer Seite haben werden, ist bislang (noch) eine Spekulation. Klar ist jedoch, dass bei einem Linkprofil schon lange Qualität vor Quantität geht. Links aus dubiosen oder thematisch schlichtweg unpassenden Quellen schaden Deiner Seite. Daher führt der seo-nerd eine Backlink-Analyse durch, um Dein Backlinkprofil aufzuräumen.

In der weiteren Suchmaschinenoptimierung geht es dann nicht um den Aufbau neuer Backlinks, sondern darum Dich als Experten auf Deinem Gebiet zu präsentieren. Damit entwickeln sich Verlinkungen auf natürliche Weise, zum Beispiel durch Social Sharing, weil Deine Seite dank ihrer Qualität von Benutzern gerne weiterempfohlen wird. Während andere Agenturen erst nach und nach vom aktiven Linkbuilding Abstand nehmen, hat der seo-nerd von Anfang an darauf verzichten und weiß, wie erfolgreiches SEO ohne Linkbuilding funktioniert. Profitiere von diesem Vorsprung!

Lang lebe SEO!

SEO wird immer mehr zu einer interdisziplinären Angelegenheit. Und das führt nicht zum Tod von SEO, sondern ist gerade die Stärke. Der seo-nerd schaut über den Tellerrand und weiß, dass Suchmaschinenoptimierung keine alleinstehende Methode ist. Sie wirkt zusammen mit anderen Marketingmaßnahmen und muss immer individuell auf den Charakter des Unternehmens und auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten werden. Dass man sich dabei nicht auf althergebrachten Methoden ausruhen kann, ist dem seo-nerd schon immer klar gewesen.

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