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Rückkehr des PageRank?

SEO-News der Kalenderwoche 17 2018
Lesedauer: 2 Minuten

In dieser Woche sahen viele SEOs buchstäblich ein Gespenst. Namentlich: den PageRank. Um diesen früher so entscheidenden und mittlerweile meist nur noch milde belächelten Rankingfaktor war es ja in den letzten Jahren ziemlich still geworden. Nun wurde ein neues Patent zum PageRank bekannt und die SEO-Fachwelt grübelt: ist das die Rückkehr eines Untoten? Außerdem gab Googles Ansprechpartner in Sachen SEO, John Müller, erhellende Antworten zu Fragen der Indexierung von Webseiten und dem Ranking von hreflang-Verweisen.

Wird der PageRank wieder zum Leben erweckt?

Vor gar nicht allzu langer Zeit galten Backlinks in der SEO-Szene als eines der wichtigsten Instrumente bei der Suchmaschinenoptimierung. Der PageRank-Algorithmus von Google bewertete Webseiten anhand der auf sie eingehenden Verlinkungen. Einfach gesagt: Je mehr Links, desto wichtiger bewertete Google die Seite.

2016 beerdigte Google den Toolbar-PageRank mit dem man in einfachster Weise die Bewertung des aktuellen Status einer Webseite einsehen konnte. Das Ende passte zu der seit dem Hummingbirg-Update verfolgten Strategie Googles, vermehrt Wert auf wertvollen Content von Webseiten zu legen.

Jetzt hat Google ein neues PageRank-Patent angemeldet. Doch was genau heißt dieses Patent für die weitere Entwicklung der Suchmaschinenoptimierung? Geht es bald wieder darum, Backlinks zu platzieren und werden dadurch andere Faktoren wieder abgewertet? Aus Erfahrung kann der seo-nerd® sagen: Bei neuen Patenten von Google ist Hysterie und Schnappatmung eher unangebracht. Denn Patente heißen noch lange nicht, dass sie jemals Anwendung finden. Mag sein, dass Verlinkungen noch länger wichtig bleiben als viele vermuten. An der seit Jahren von Google verfolgten Ausrichtung der semantisch-holistischen Suche wird das nichts ändern. So leicht und so schnell wird King Content daher nicht vom Thron zu stoßen sein.

Google klärt auf: zur Auswertung von hreflang und der Indexierung von Webseiten

Während das Patent Dich vielleicht mit ein oder zwei Fragen zurücklässt, hat Google-Sprecher John Müller in dieser Woche zwei andere Mysterien des Google-Algorithmus endgültig geklärt:

Rankingsignale von Sprach- und Landesversionen werden separat ausgewertet

Das HTML Meta-Element „hreflang“ dient dazu, Google bei der Einordnung der geografischen Ausrichtung einer Webseite zu unterstützen. So fällt es der Suchmaschine leichter, dem Nutzer die zutreffende Sprachversion oder die regionale URL einer Webseite zu liefern.

Ein Twitter-User dachte in dieser Woche öffentlich darüber nach, ob diese hreflang-Verweise auf andere Sprach- und Landesversionen einer Webseite dafür sorgen, dass Signale der einzelnen Versionen übertragen werden. John Müller antwortete darauf mit einem klaren „Nein“. Die verschiedenen Versionen einer Webseite ranken separat voneinander, auch wenn sie durch hreflang verbunden sind. Die logische Erklärung dafür lieferte er auch gleich mit: Nur weil eine Seite in einer bestimmten Region relevant ist, muss sie das nicht auch zwangsläufig für eine andere sein.

Warum wird meine Webseite nicht komplett indexiert?

Unter der Woche fragte ein Webmaster bei Twitter, warum denn von den 22 Seiten seiner Website nur 5 indexiert seien. Einfache Frage, einfache Antwort: Laut John Müller werden die wenigsten Webseiten vollständig indexiert. Oft werden tausende Seiten stehengelassen. Verantwortlich dafür sind meist Kleinigkeiten, die übersehen werden wie das Setzen des „nofollow“-Attributs, Canonicals oder Weiterleitungen. Es lohnt sich daher, einen Experten wie den seo-nerd® einen Blick auf Deine Seiten werfen zu lassen.

Wenn du Fragen zu diesen oder anderen SEO-Themen hast, melde Dich jederzeit. Der Nerd wartet schon sehnsüchtig darauf, mit Dir über sein Lieblingsthema zu reden.

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