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Google verkürzt Snippets schon wieder

SEO News der Kalenderwoche 20 2018
Lesedauer: 2 Minuten
Aktuelle SEO News vom seo-nerd

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Erst im Dezember 2017 hatte Google den Snippets (also den Kurzdarstellungen bzw. Linktipps auf den Suchergebnisseiten) mehr Platz spendiert. Statt der lediglich über zwei Zeilen laufenden Meta-Description waren nun drei oder sogar vier Zeilen drin. Jetzt zeigt Google, dass es auch die Rolle rückwärts kann: seit dieser Woche werden Snippets wieder nur noch zweizeilig ausgespielt. Damit kehrt Google zur Vorgehensweise vor der Änderung im Dezember 2017 zurück.

Google gibt weiterhin keine Längen-Empfehlung

Danny Sullivan, Sprecher des Öffentlichkeitsteams von Google, hat die Änderung mittlerweile in einem Tweet bestätigt. Demnach seien die Snippets ein klein wenig länger als vor dem Dezember (was bislang nicht stimmt, siehe unten). Gleichwohl lässt sich Google nach wie vor alle Türen offen. Laut Sullivan bleibt es dabei, dass Google keine generelle Empfehlung für die Länge von Snippets gibt. Angezeigt werde jeweils das, was die Algorithmen für die jeweilige Suchanfrage am sinnvollsten halten.

Diese „Schaut-halt-ob-es-passt-Auskunft“ ist aus SEO-Sicht natürlich wenig hilfreich. Schließlich beeinflusst die Darstellung auf der Suchergebnisseite die Click-Through-Rate. Studien zufolge achten User bei Snippets zwar vorwiegend auf den Title (also die Überschrift) sowie die URL, doch gibt im Zweifelsfall eben auch schon mal eine ansprechende Beschreibung den Ausschlag für User, eine Seite anzuklicken. Da Google hier nicht weiterhilft, muss sich die SEO-Szene eben selbst behelfen. Folgendes wurde bislang herausgefunden:

Wie lange sollten Meta-Descriptions nun sein?

Laut RankRanger lag die durchschnittlich angezeigte Länge von Descriptions am 18. Mai in Deutschland nur noch bei rund 151 Zeichen für die Desktop-Ansicht. In der Mobile-Ansicht steht noch weniger Platz zur Verfügung. In seiner Überprüfung kam der seo-nerd® auf durchschnittliche Längen von 110 bis 115 Zeichen. Im Augenblick sieht es so aus, als seien aber auch das bestenfalls zwischenzeitliche Näherungswerte.

Unsere Empfehlung für das Verfassen von Meta-Descriptions ist: Versucht, in die ersten 110 Zeichen alles Wesentliche unterzubringen, damit der User versteht, was er auf der Seite erwarten darf. Wenn Ihr Eure Kunden vor allem an Desktop-Rechnern erwartet (typisch etwa für B2B-Angebote), könnt ihre ruhig auch mit 150 Zeichen rechnen.

Da Google ohnehin in mehr als der Hälfte der Fälle selbst entscheidet, was in der Description steht (und häufig dazu auch Ausschnitte aus dem Text der Seite wählt), können und sollten Eure Descriptions dennoch länger sein. Wenn Ihr das Wichtigstes bereits innerhalb der 110/150-Marke ausgedrückt habt, könnt ihr ruhig noch einmal soviel Text verwenden, um etwa einen Call to action unterzubringen.

Wer profitiert von der erneuten Umstellung?

Das kommt immer darauf an, an welche User man denkt. Für Mobile User ändert sich im Grunde nicht sehr viel. Sie sind wesentlich stärker durch die erst kürzlich vorgenommene Streichung der Paginierung in der mobilen SERP-Anzeige beeinflusst. In der Mobile-Nutzung gehört das Herunterscrollen ohnehin zum normalen Habitus.

Anders sieht das bei der Desktop-Nutzung aus. Hier wird nicht so gerne gescrollt. User entscheiden sich daher oft für eines der Ergebnisse, die sie auf den ersten Blick (above the fold) angezeigt bekommen. Durch die Umstellung auf wieder kürzere Beschreibungen, rücken bei üblichen Standeinstellungen (1366*768 bzw. 1920*1080) zwei bis zweieinhalb Ergebnisse mehr in den Blick. Damit profitieren vor allem die Positionen sieben und acht in den Suchergebnissen von der jüngsten Kehrwende Googles.

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