seo-nerd® – digital success
Bundesallee 39-40a, 10717, Berlin, Berlin, Deutschland

Ein Update names Fred

Die Google-Qualitätskampagne
Google Update gegen zu viel Werbung above the fold.

Die letzten größeren Updates von Google haben seit Anfang März die SEO-Welt erschüttert. Auf den ersten Blick wurden Seiten mit viel Werbung und wenig Content abgestraft, so dass es vor allem Webseiten mit stark kommerzieller Ausrichtung getroffen hat.

Über Nacht verloren viele Webseiten massiv an Ranking und rutschten teilweise Dutzende von SERPs nach hinten, wogegen es einige – allerdings wenige – Gewinner gab, die plötzlich, ohne die Inhalte ihrer Seite irgendwie verbessert zu haben, weit nach vorne katapultiert wurden. Die Fluktuationen in den SERPs deuten darauf hin, dass Google eine wesentliche Stellschraube bei diesem Update angefasst hat.

„Fred“ wirkte sich besonders auf kommerzielle Webseiten aus

Erste Analysen der Auswirkungen, die seit dem 8. März 2017 für graue Haare bei vielen Webmastern führte, haben das im Groben bestätigt. Juan Gonzalez von Sistrix fand bei einem Vergleich von 300 amerikanischen, englischen, deutschen und spanischen Websites heraus, dass scheinbar nicht nur die Inhalte von Webseiten neu ausgewertet wurden, sondern auch, wie viel der angezeigten Fläche einer Seite von Werbebannern und Anzeigen eingenommen wird. Im Ergebnis zeigten sich häufig benachteiligt:

  • Seiten, auf denen für den User wenig bis gar keine Informationen zu ihrer Suchanfrage ersichtlich wurden,
  • Seiten, auf denen im Verhältnis weniger Inhalt als Werbeflächen auftauchen,
  • Seiten mit vielen Affiliate-Einbindungen,
  • Seiten mit veraltetem oder minderwertigem Inhalt.

Das Update, das unter dem Namen „Fred“ in die Diskussion einging, erfolgte am 7./8. März 2017. Es ist nicht zu übersehen, dass viele Seiten zu genau diesem Zeitpunkt davon betroffen waren. Wir können davon ausgehen, dass es mindestens ein größeres oder auch mehrere kleinere Updates gegeben hat, die den Such-Algorithmus insoweit beeinflusst haben, dass viele Webseiten betroffen waren. Relativ schnell ließ sich ablesen, dass die meisten betroffenen Webseiten eine eher kommerzielle Ausrichtung hatten.

Links komplett von der Seite, und konnten so Plätze gut machen. In kommerziellen Portalen oder Online-Shops, die ja zuletzt auch mit den Quality-Updates der Phantom-Reihe Probleme bekommen hatten, gehören diese aber oft zum Marketing-Konzept der Seite. Eine Verbesserung des Contents ist hier möglicherweise gar keine Option. Es sollte sich zeigen, dass das Update tatsächlich differenzierter wirkte, und komplette Werbefreiheit kein Garant dafür war, seine alten Rankingpositionen wieder zu erlangen.

Wie so oft nach größeren Veränderungen am Algorithmus haben sich die krassen Schwankungen in der Sichtbarkeit nach einigen Wochen relativiert, nachfolgende Updates schwächten die Auswirkungen von „Fred“ ab. Voreilig von Werbung bereinigte Seiten, die im Vergleich zu ihrer Konkurrenz Rankingplätze verloren hatten, konnten wieder etwas aufholen. Es zeigte sich, dass nicht zwangsläufig die Gesamtzahl der Anzeigen ausschlaggebend war, sondern auch die Positionierung. Banner, Pop-ups und Einblendungen „above the fold“, die also beim ersten Laden der Seite ohne Scrollen schon sichtbar sind, wirkten sich deutlich negativer auf die Bewertung aus.

Google ändert die Update-Strategie: ständige Verbesserung statt großer Updates-Pakete

„Fred“ hat sich damit in die lange Reihe der kleineren Updates eingereiht, die Google täglich vornimmt, um die Qualität der Suchergebnisse zu verbessern. Auch wenn „Fred“ offiziell von Google nicht als eigenständiges laufendes Update wie Panda oder Penguin bestätigt wurde, hat Google-Mitarbeiter Gary Illyes immerhin mitgeteilt, dass es ein Update Anfang März gegeben hat, dass es sich allerdings nicht um ein „großes“ Update wie Panda oder Penguin gehandelt habe. Der Name „Fred“ war wohl eher scherzhaft dafür gemeint, dass Google fortlaufend den Algorithmus verändert, es also ganz viele gesichtslose, kleinere Updates gibt.

Es ist anzunehmen, dass Google in Zukunft Abstand von großen Einzelupdates nehmen wird. Wir erinnern uns an das Panda-Update, das als erstes ganz gezielt Inhalte von Webseiten analysierte, und wertvolle von nichtssagenden Texte unterschied. Panda ist inzwischen fest in den Google-Core integriert, das bedeutet, diese Filterung läuft nun permanent ab und spiegelt sich in den Suchergebnissen wider.

Was bedeutet Google’s „Fred“-Update für Webmaster?

Für die Webmaster heißt das vor allem, den Inhalt ihrer Websites zu optimieren. Auch der Panda-Nachfolger Penguin klopfte den Seitenbetreibern auf die Finger. Wer sich Backlinks durch Linkfarmen oder andere fragwürdige Methoden generiert hatte, wird von Google abgestraft. Probleme, die sich dadurch im Bereich Reputationsmanagement ergeben hatten, wurden bereits durch weitere Updates des Penguins verbessert. Inzwischen ist auch dieser Filter fest in den Core-Algorithmus integriert.

Mit all diesen Maßnahmen, die ständig den Suchalgorithmus verändern, „fordert“ Google im Grunde die Einhaltung seiner Richtlinien für gutes Webmastering:

  • Seiten für den Nutzer und nicht für die Suchmaschinen zu erstellen;
  • den Nutzer nicht zu täuschen;
  • nicht mit Tricks das Suchmaschinen-Ranking zu verbessern (→ Black Hat SEO) und
  • seine Webseite einzigartig, wertvoll und einnehmend zu machen.

Wo immer das möglich ist, wird der seo-nerd sich genau dieser Herausforderung stellen, damit der User auf jeder Seite das findet, was er gesucht hat und vielleicht noch mehr. Möchtest Du Deinen Kunden und den Besuchern Deiner Seite auch nur beste Inhalte bieten? Wir helfen Dir dabei!

Das könnte Dich auch interessieren