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Google dissed Handy-unfreundliche Seiten

Lesedauer: 2 Minuten

Google ist offenbar dabei, ein neues Icon in die SERPs zu integrieren. Das belegen Fotos, die gerade auf Twitter die Runde machen. Das Icon hat die Form eines Handys, das durchgestrichen ist. Wer auf seinem Tablet oder Handy surft, soll offenbar vor schlecht, an Mobilgeräte, optimierte Seiten gewarnt werden. Die Sache hat allerdings einen Haken.

Technisch noch unausgereift

Damit der Cliffhanger aus dem Intro nicht gleich zum Hänger wird: der Haken ist bislang die technische Umsetzung. Denn so richtig funktioniert die Sache offenbar noch nicht. Das lässt sich am besten am konkreten Beispiel zeigen.

Screenshot mit neuen Logo mit dem Google, Handy-unfreundliche Seiten anzeigt. Foto gepostet von https://twitter.com/malcolmcoles

Screenshot mit neuen Logo mit dem Google, Handy-unfreundliche Seiten anzeigt. Twitterfoto gepostet von #malcolmcoles

Wer nun bei Google nach „Brooks Newmark“ sucht, wird in aller Regel wohl zwar ähnliche Suchergebnisse wie die auf dem von @malcolmcoles geposteten Bild erhalten, vermutlich aber ohne das Test-Icon. Spannend für den Nerd war es natürlich trotzdem, nachzusehen, warum Google eine Seite als Handy-unfreundlich einstuft.

Und siehe da: gleich die erste, von Google als nicht responisve Webseite, die sich der Nerd ansah war tatsächlich optimiert für Mobilgeräte. Der User wird nämlich mit britischer Nüchternheit reibungslos auf die Mobile-Seite der BBC-News weitergeleitet. Nach wenigen Sekunden ist man dort und die News zur Skandalnudel Brooks Newmark kann einwandfrei auf dem Smartphone oder Tablet gelesen werden. Da muss Google also sicher noch mal ran.

Trend zur Mobilnutzung

Bereits Anfang des Monats hatte Google ein Icon getestet, das Handy-freundliche Seiten anzeigte. Das war im Prinzip das gleiche Icon, nur ohne den abstrafenden Slash. Google probiert also offenbar derzeit aus, welche Version bei den Usern besser ankommt: der gute oder der böse Cop?

Wann und ob das Icon kommt, darüber schweigt sich Google bislang aus. Sicherlich muss das Unternehmen aus Mountainview aber auch noch etwas an dem neuen Tool herumschrauben. Gleichwohl leuchtet der Gedanke dahinter unmittelbar ein. Schließlich ist Mobile seit Jahren auf dem Vormarsch. Allein zwischen 2012 und 2013 stieg der mobile Datenverkehr um satte 81%. Google macht es jetzt also offiziell, Responsive Design ist ein Rankingfaktor.

Dieser Trend dürfte sich wohl noch verstärken, wenn Google sich mit seiner Brille Google Glass oder Apple sich mit der Apple Watch durchsetzt. Für SEOs bedeutet dieser Trend natürlich auch, dass sie künftig noch mehr auf Usability-Optimierung achten müssen.

Stichworte sind hier u.a. die längeren Ladezeiten von Smartphones. Zudem sollte stets geprüft werden, ob auch in der Mobile-Version der Seite alle Inhalte angezeigt werden.