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Googles Sprachassistent als Sekretär

SEO News der Kalenderwoche 19 2018
Lesedauer: 3 Minuten

Wie schon in der vorausgegangenen Woche gibt es auch in dieser Woche Neues über Google zu berichten.

Google Assistent wird zum(r) Privat-Sekretär(in)

Auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz I/O kündigte Google einige Neuerungen an. Für viele User und SEOs am spannendsten dürfte der optimierte Sprachassistent sein. Bis spätestens Ende 2018 soll es möglich sein, sich mehr oder weniger „normal“ mit dem Sprachassistenten unterhalten zu können. Dafür stehen dann künftig auch sechs unterschiedliche Stimmen zur Auswahl. Das „Ok Google“ kann im „Gespräch“ künftig weggelassen werden.

Zugleich versteht der Google Assistent auch komplexere Anfragen wie etwa „Wie ist das Wetter in Berlin und wie in Hamburg?“ Wer Google Home nutzt, wird Routine-Befehle einrichten können. So wird beispielsweise auf den Hinweis „Ok, Google, das Abendessen ist fertig“, automatisch der Fernseher abgeschaltet, die Lieblingsmusik abgespielt und die Familienmitglieder werden auf ihren Devices benachrichtigt, dass sie sich jetzt zu Tisch begeben können.

Wer sich jetzt sagt, ist ja ganz nett, muss ich aber nicht unbedingt haben, freut sich vielleicht darüber: Der Assistent wird zum persönlichen Sekretär: Er reserviert bald auch für Euch Plätze im Restaurant, managt per Sprachbefehl Euren Kalender, tippt für Euch Messages (z. B. beim Autofahren) und verschickt sie auch gleich. Klar, dass der Assistent auch auf Wunsch den DJ für Euch gibt und Eure Musik abspielt.

Weitere Innovationen, auf die sich Google-Nutzer freuen dürfen

  • Gmail-Nutzer erhalten in Kürze einen Schreibassistenten („Smart Compose“). Dabei handelt es sich offenbar um die schon aus Messanger-Programmen bekannte Schreibhilfe, die auf häufig verwendete Phrasen zugreift und so dazu beiträgt, dass man schneller und zugleich mit weniger fehlerhaft schreibt.
  • App-Entwickler werden an den Erfahrungen von Google mit Künstlicher Intelligenz partizipieren können. Unter dem Titel ML Kit bietet das Unternehmen aus Mountain View Entwicklern APIs an, die etwa bei der Texterkennung, der Gesichtserkennung oder dem Image Labeling helfen.
  • Wer Google Photos nutzt, erhält bald auf KI basierende Vorschläge, wie Fotos zu optimieren sind (etwas durch Anpassung der Helligkeit, des Winkels u. ä.). Zudem soll es in Kürze auch möglich sein, automatisch Schwarz-Weiß-Fotos kolorieren zu lassen.
  • Mithilfe von Google Lens konnte man ja bislang ja schon beliebige Dinge, Menschen oder Tiere fotografieren, um so nach Informationen im Netz zum gemachten Fotoobjekt zu suchen. Google Lens wird künftig auch ein Scanner sein. Ihr könnt dann beliebige Texte mit Google Lens einscannen. Die Nutzung von Lens wird bald auch in Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch sowie Portugiesisch möglich sein.
  • Sehbehinderte oder Blinde erhalten mit Lookout eine App, die ihnen Informationen zu ihrer unmittelbaren Umgebung liefert.

Google aktualisiert Empfehlungen für Bilder

Google hat in der KW 19 auch seine Guidelines für die Verwendung von Bildern auf Webseiten aktualisiert. Wie für andere Optimierungen rät Google dazu, nicht für die Suchmaschine zu optimieren, sondern zuerst an den User zu denken. Daher sollte bei der Verwendung von Bildern die User Experience im Vordergrund stehen. Bilder sollten daher nach folgenden Kriterien ausgewählt und eingesetzt werden:

  • Bilder sollen zum Content der Seite passen. Willkürlich eingesetzte Bilder werden von Google negativ bewertet
  • Bilder sollten immer möglichst in der Nähe der Textstellen platziert werden, auf die sie sich auch beziehen (bedeutet im Umkehrschluss: Die Text-Umgebung gibt Google wichtige Hinweise zur Deutung des Bildes)
  • In Bildern sollten keine wichtigen Text-Elemente wie Überschriften oder Menü-Items gestellt werden – die gehören immer in den HTML-Text
  • Mit Bildern allein lassen sich keine informativen Seiten gestalten – jedenfalls nicht aus Googles Sicht. Die Suchmaschine bleibt auf lesenswerte Texte angewiesen, um Seiten empfehlen zu können
  • Seiten sollten Mobile-freundlich gestaltet sein.
  • Es hilft Google, eine Bilder-Sitemaps anzulegen. In der dürfen auch URLs anderer Domains enthalten sein, etwa, wenn die Bilder über ein Content Delivery Network ausgeliefert werden.

Neben der User Experience sind diese Dinge ebenfalls wichtig beim Umgang mit Bildern:

  • Die Ladezeit der Bilder sollte möglichst kurz sein
  • Die Bilder sollten zum Title und zur Description der Seite passen, da diese auch für die Google Bildersuche benutzt werden
  • Wer strukturierte Daten nutzt, profitiert davon unter Umständen durch bessere Rankings (z.B. hat ein als Rezept ausgezeichnetes Bild bessere Chancen, bei passenden Suchanfragen angezeigt zu werden)
  • Auch bei Bildern gilt: Qualität wird bevorzugt. Daher achtet darauf, dass Eure Bilder zumindest scharf und optimal ausgeleuchtet sind
  • Benutzt einen beschreibenden alt-Text. Also nicht einfach nur das Keyword verwenden, sondern beschreiben, was das Keyword mit dem Fotomotiv zu tun hat.

Soll man zusätzlich zur responsiven Webseite auch eine separate Mobile-Seite anlegen?

Besser nicht. Das hat John Mueller jetzt in einem Tweet klargestellt. Gibt es zwei auf Mobile-Geräte optimierte Versionen einer Webseite, weiß Google nicht, welche sie anzeigen soll. Daher ist es am besten, die Webseite einfach nur auf Responsive umzusetzen.

Du hast Fragen zu den hier aufgeworfenen Themen oder Bedarf an Suchmaschinenoptimierung? Der seo-nerd® freut sich auf Deine Anfrage!

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