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Musst Du bald Deine Facebook-Seiten löschen?

SEO News der Kalenderwoche 23-2018
Lesedauer: 3 Minuten

Du hast keine Zeit, dich ständig über alle relevanten News rund um SEO-Themen in Blogs und Newsportalen auf dem Laufenden zu halten? Dann ist unsere Zusammenfassung der SEO News der Woche genau das richtige für Dich. Legen wir gleich los: Es gab mächtig Aufregung um ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Nutzung von Facebook-Fanseiten. Zudem beschenkt Google Webseitenbetreiber mit neuen Beitragsformen für die lokale Suche. In den vermischten Meldungen, verraten wir Dir u.a., weshalb die Ladezeitoptimierung weiter an Bedeutung gewinnt.

Müssen wir bald alle unsere Facebook-Seiten abschalten?

Diese Frage beschäftigt seit dem 5.6.2018 alle, die bei Facebook eine Seite angelegt haben und betreiben. Grund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Konkret geht es in dem Urteil um das Betreiben einer Fanpage auf Facebook. Namentlich das Facebook-Insights-Tool, das Daten der Besucher solcher Fanpages analysiert, halten Datenschützern für nicht rechtskonform.

Das Tool können Fanpage-Betreiber nicht abbestellen, es ist also immer aktiv. Zum Datenschutzproblem wurde das Tool im vom EuGH behandelten Fall, weil weder Facebook noch der Betreiber selbst darauf hinweist, dass beim Besuch personenbezogene Daten erhoben und gespeichert werden. Der Betreiber der Fanpage (die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein) hatte argumentiert, dass er für die Datenerhebung und -speicherung nicht verantwortlich sei.

Nicht in Panik verfallen – auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes warten

Das EuGH-Urteil stellt nun klar: wer eine FacebookSeite anlegt, trägt Mitverantwortung für mögliche Datenschutzverstöße des Social Media Netzwerkes. Rechtsanwalt Dr. Thomas Schwenke glaubt, dass auch andere soziale Netzwerke von diesem Urteil betroffen sein können. Zugleich rät der Jurist dazu, nicht sofort in Panik zu verfallen.

Das EuGH-Urteil dient lediglich als Grundlage für eine noch ausstehende Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts. Schließt sich dieses dem Urteil des EuGH an, dürfen Deutsche Datenschutzbehörden die Nutzung von Facebook-Seiten untersagen. Die Folge wäre eine Abmahnwelle, sofern Facebook nichts an dem derzeitigen Umgang mit personenbezogenen Daten ändert. Betroffen wären dann vermutlich nicht nur Seiten von Unternehmen und Behörden, sondern auch die von Privatpersonen. Deren Schadensrisiko fiele jedoch geringer aus als bei denjenigen, die Facebook-Seiten aus geschäftlichen Interessen betreiben.

Beiträge für Produkte und Angebote in Google My Business

Wer bei Google auch bei Suchanfragen mit lokalen oder regionalen Bezügen gefunden werden will, sollte einen Google My Business Account führen. Dort können bereits seit einiger Zeit Beiträge eingestellt werden. Google hat jetzt per Twitter angekündigt, dass es zwei neue Beitragstypen für Google My Business gibt:

  1. Produktbeiträge
  2. Angebotsbeiträge

Die für Google My Business verfassten Beiträge werden direkt in der Google-Suche im Knowledge Panel oder auch bei Google Maps (im Tab „Übersicht“) angezeigt. Sie bieten die Möglichkeit, Usern aktuelle Informationen über Rabatte, Aktionen oder Neuigkeiten zu geben. So können etwa im neuen Beitragstyp „Angebot“ neben dem Beitragstext auch der Zeitraum des Angebots, mögliche Gutscheincodes sowie Nutzungsbedingungen eingetragen werden.
Das Bild zeigt ein Beispiel eines Local Business Eintrags

Für Produktbeiträge besteht die Möglichkeit, Namen und Preis des Produkts zu nennen sowie eine Beschreibung des Produkts zu liefern. Für alle Beitragsarten ist derzeit eine Textlänge zwischen 100 und 300 Wörtern festgelegt. Die Beträge können und sollen immer auch mit einem Bild versehen werden. In der Hilfe für Google My Business ist ausführlich beschrieben, wie Du Beträge auf Google postest.

Vermischte Meldungen

  • Über Rechtschreib- und Grammatikfehler sieht Google hinsichtlich des Rankings großzügig hinweg, so Googles J. Müller in einem Tweet. Auch fehlerhafte Texte können also ranken. Die meisten User von Websites dürften da weniger großzügig sein als die Suchmaschine und sich seriöser wirkenden Seiten zuwenden. Allzu viele Schreib-und Grammatikfehler sollten sich Webseitenbetreiber auf Ihren Seiten daher besser nicht gönnen.
  • Im beliebten WordPress SEO-Plugin von Yoast hat sich mit dem 7.0-Update ein Bug eingeschlichen, der zu Rankingverlusten führen kann. Der Fehler sorgt dafür, dass für Bilder und andere Mediendateien eigene URLs erstellt werden, die dann aber ohne Content sind. Der Bug ist mittlerweile mit der aktuellen Verison behoben. Zur Sicherheit sollten Yoast-Kunden ihr Plugin auf die aktuelle Version umstellen sowie manuell sicherstellen, dass im Tab „Medien“ die Einstellung zur Frage „Anhangs-URLS auf die Anhangs-Dateien weiterleiten“ auf „Ja“ gestellt ist.

    Joost de Valk von Yoast entschuldigte sich bei Nutzern, die davon betroffen waren. Die Geschichte hatte auch noch ein mediales Nachspiel. Google-Sprecher John Müller kritisierte SEO-Blogs, die nicht umfassend genug über den Bug berichtet hatten und stattdessen nur Angst schürten, um Klicks einzusammeln.

  • Google wird künftig den Page Speed von Seiten differenzierter bewerten. Fielen bislang lediglich zu langsam ladende Seiten aus den vorderen Rankings, wird es künftig eine Art Rennen geben: die schnellste Website sichert sich dabei Plätze oben im Ranking, das kündigte Google-Sprecher John Müller in einem Hangout an. Die Optimierung von Ladezeiten wird dadurch als SEO-Aufgabe weiter an Gewicht gewinnen.
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