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Wie sieht der ideale Ankertext aus?

SEO-News der Kalenderwoche25-2018
Lesedauer: 5 Minuten
Aktuelle SEO News vom seo-nerd

Aktuelle SEO News vom seo-nerd

In dieser Woche gab es nur wenig wirklich Neues aus der SEO-Welt zu berichten. Daher nutzen wir die Gelegenheit, uns anhand eines Artikel von Neil Patel anzusehen, wie der ideale Ankertext aussehen sollte, ehe wir noch kurz auf die Möglichkeit in Googles PageSpeed Insight eingehen, nicht nur einzelne URLs, sondern nun auch ganze Domains hinsichtlich der Ladegeschwindigkeit zu überprüfen. Abschließend verraten wir, mit welchen Mitteln Google dazu gebracht werden kann, Bilder zu indexieren (und wann das nicht klappt).

Was Du über Ankertexte wissen solltest

Als Ankertext wird das bezeichnet, was ein User anklicken kann, um intern (innerhalb der Domain) oder extern (auf eine fremde Website) weitergeleitet zu werden. Das können einzelne oder mehrere Worte oder auch eine URL sein. Auf den meisten Seiten wird der Linkanker optisch herausgehoben, etwa durch Unterstreichung oder durch eine Farbe (etwa das Pink des seo-nerd®).

Die Funktion des Ankertextes im Text ist es also, den Leser auf einen Link aufmerksam zu machen, hinter dem sich Weiterführendes verbirgt. In diesem Text und an dieser Stelle bietet es sich beispielsweise an, auf den Artikel über Linkanker von Neil Patel im Kissmetrics-Blog zu verweisen, da er die wesentliche Quelle der nachfolgenden Ausführungen ist.

Arten von Ankertexten

Ankertexte lassen sich charakterisieren nach der Wahl der/des Begriffe/s, die dafür eingesetzt werden:

  • Ankertext mit dem Keyword (auch „Money-Anchor-Text“ oder „Match-Anchor-Text“ genannt): In unserem Beispiel würde in der Phrase „Artikel über Linkanker von Neil Patel im Kissmetrics-Blog“ der Linkanker dann auf dem Wort „Linkanker“ liegen. Diese Variante empfiehlt sich besonders, wenn intern auf wichtige Seiten verwiesen werden soll. Bei externen Links sind solche Keyword-Ankertexte immer mit Vorsicht zu genießen. Schließlich möchte man sich ja selbst als wichtige Quelle für das Keyword darstellen. (Da Google sich bei einem Link immer auch den gesamten Kontext des Artikels ansieht, versteht die Suchmaschine in unserem Beispiel allerdings ohnehin, dass es auf der verlinkten Seite ebenfalls um das Thema Linkanker geht.)
  • Ankertext-Phrase (häufig auch als „Compound-Anchor-Text“ bezeichnet): in unserem Beispiel die gesamte Phrase „Artikel über Linkanker von Neil Patel im Kissmetrics-Blog“. Das ist immer dann eine gute Wahl, wenn dem User schon im Ankertext klar sein soll, um was es auf der verlinkten Seite geht. Gelegentlich zwingt sich die Wahl einer solcher Phrase auch auf, um Links voneinander unterscheidbar zu machen.
  • Brand-Ankertexte: Sie enthalten den Markennamen oder die Zieldomain. In unserer Beispielphrase könnte das „Kissmetrics“ sein.
  • Generische Anker: Gemeint sind „beschreibende“ Ankertexte wie „Klick hier“ oder „Jetzt online bestellen„. Generische Anker sind vor allem dann sinnvoll, wenn mit dem dahinterliegenden Link eine Handlungsaufforderung verbunden ist.
  • Bilder als Anker: Auch Bilder können Anker sein und zu anderen Seiten führen, wenn sie geklickt werden. Als Ankertext fungiert dann das Alt-Attribut, das allerdings für den User erst zu sehen ist, wenn das Bild einmal nicht angezeigt werden kann (Google liest den Alt-Text allerdings aus und wertet ihn in solchen Fällen wie einen Ankertext).
  • Ankertexte mit themenverwandten Keywords (auch „LSI-Keywords genannt): LSI steht für Latent Semantic Indexing, gemeint sind in Bezug auf Keywords Wörter oder Phrasen, die mit dem Fokus-Keyword des Textes inhaltlich in Zusammenhang stehen. Wer beispielsweise über Paris, Moskau und Berlin schreibt, könnte auch von Europäischen Hauptstätten sprechen und diesen Begriff dann bei Gelegenheit verlinken.
  • Überschriften-Ankertext: Sofern der Textfluss es zulässt, kommen auch die Überschriften (h1-tag) oder der Meta-Title der Seite, auf die verlinkt wird, in Frage. In unserem Beispiel wäre das „Anchor Text SEO: Everything You Need to Know in 2018“.
  • URL als Ankertext: Nur die URL zu verlinken, ist eigentlich nur sinnvoll, wenn es sich um eine sprechende URL handelt. Besonders nützlich ist das in der internen Verlinkung, um den eigenen Markennamen zu stärken (etwa von Unterseiten auf die Startseite mit dem Brandnamen als Linkanker).

Was ist beim Einsatz von Ankertexten zu beachten?

Linkanker geben sowohl Usern als auch den Suchmaschinen wichtige Hinweise. Daher sollten Ankertexte im Textfluss immer möglichst natürlich erscheinen sowie prägnant und relevant sein. Wirken sie wie Fremdkörper, werden sowohl User als auch die Suchmaschinen die Links vermutlich nicht weiter beachten. Im schlimmsten Fall tragen sie sogar dazu bei, dass der Text als schlecht gewertet wird.

Vor der Einführung des Penguin Updates war es möglich, mithilfe von Ankertexten, Seiten Keywords zuzuweisen, denen sie inhaltlich gar nicht entsprachen. Diese Form des Keyword-Stuffings wird durch den Penguin-Algorithmus mittlerweile erkannt und abgestraft.

Wie sollte ein natürliches Linkprofil aussehen?

Es ist daher sinnvoll, bei den Ankertexten zu variieren und immer zu überlegen, welcher Teil des Satzes das Interesse des Lesers am meisten wecken könnte bzw., worüber er gerne mehr erfahren würde. Ein natürliches Linkprofil bietet einen Mix aus allen Ankertext-Varianten. Neil Patel empfiehlt für Startseiten, die national ranken wollen, ein Linkprofil,

  • das zu 50 Prozent aus Brand-Links besteht
  • bei dem Money-Keywords sparsam eingesetzt werden (Anteil von einem Prozent)
  • dessen generische und themenrelevante Linkanker jeweils rund 5 Prozent des Linkprofils ausmachen
  • mit einem Anteil an URL als Ankertext von rund 20 Prozent

Bei Unterseiten verschiebt sich das ideale Linkprofil dagegen von Brand-Ankertexten zu den Überschriften- (rund 28 Prozent), Keywords- (17,5 Prozent), generische (15 Prozent) und URL-Ankertexten (rund 12 Prozent). Ähnlich ausgeglichen sollte auch das Linkprofil von Seiten sein, die in lokalen Suchanfragen gefunden werden sollen. Auch hier empfiehlt es sich vor allem auf Brand- (rund 20 Prozent), generische (rund 15 Prozent) und URL-Ankertexte zu setzen.

Auf Natürlichkeit beim Einsatz interner Links achten und „Bad Links“ vermeiden

Zu bedenken ist bei all diesen Zahlen allerdings, dass sie auf Best-Practice-Studien basieren und daher im Grunde nur Quersummen von Linkprofilen bilden. Ob und wie durchdacht die unterschiedlichen Linkankertypen eingesetzt wurden, spiegeln die Zahlen nicht wieder. Wer durchdacht auf Unterseiten verlinkt, in denen Themen vertieft werden, macht sicherlich nichts falsch, wenn er auch häufiger Keyword-Ankertexte benutzt, solange er es nicht übertreibt.
Was ist bei Ankertexten zu beachten? Bild des Disavow-Tools mit dessen Hilfe, eingehende Links für ungültig erklärt werden können
Bei externen Links solltest Du Dich vor allem von „toxischen Webseiten“ oder Webseiten mit „Low-Content“ fernhalten und darauf achten, von solchen Seiten auch nicht verlinkt zu werden. Mit dem Disavow-Tool von Google, kannst Du eingehende Links für ungültig erklären.

PageSpeed Insight ermöglicht nun auch Domain-Abfragen

In Googles Tool zur Überprüfung der Ladegeschwindigkeit, PageSpeed Insights, ist jetzt nun auch möglich, abzufragen, wie schnell die Seiten einer Domain durchschnittlich geladen werden. Bislang waren nur Anfragen für einzelne URLs möglich. Um die Einschätzung der Ladegeschwindigkeit zu erhalten, muss lediglich im Eingabefeld der Operator „origin“ und nachfolgend mit einem Doppelpunkt die URL der Domain eingetragen werden, also z.B.: origin:https://www.seo-nerd.com.

Beispiel für eine PageSpeed-Insight Analyse

Im Vergleich zu einem Tool wie dem von GTMetrix ergeben sich meist Ergebnisse, die etwas schlechter ausfallen. Webmaster sollen also offenbar dazu animiert werden, weiter an der Ladezeit zu drehen. Das gilt vor allem für die „First Contentful Paint“ (FCP), also der Zeit, die benötigt wird, um erste Elemente anzuzeigen. Google forciert also vermutlich einmal mehr die Bemühungen, vor allem die Moblie-Ladezeiten zu beschleunigen. Im Juli 2018 wird schließlich auch das Speed Update ausgerollt.

Bilder-SEO: Wann werden Bilder indexiert?

In einem Tweet antwortete John Mueller Anfang Juni auf die Frage, ob Google auch Bilder aus Div-Tags erkennen könne: er wisse es nicht, vermute aber, dass Google das nicht könne und forderte dazu auf, es einfach einmal testen. Bilder-SEO-Experte Martin Mißfeldt ist dieser Aufforderung nun nachgegangen und präsentiert seine Ergebnisse in einem Artikel.

Demnach werden Bilder indexiert, wenn

  • das Bild als BASE64 ohne physische Datei eingebettet ist
  • die Bild-URL als src-Attribut eines iFrames auftaucht
  • die Bild-URL im Text ohne Verlinkung steht
  • die Bild-URL erst im Browser mittels einer JavaScript-Funktion aufgerufen wird

NICHT indexiert werden Bilder dagegen, wenn die Bild-URL in einer der folgenden Möglichkeiten steht:

  • im src eines Div-Containers
  • im src eines p-tags
  • im src einer h2-Überschrift
  • im CSS-Style eines Div-Containers
  • in einem HTML-Kommentar

Google wertet also nicht automatisch alle Bild-URLs aus, sondern nur diejenigen, die potentiell relevante Inhalte enthalten können. Zur optimalen Einbindung von Bildern empfiehlt Mißfeldt die Verwendung des Image-Tags, idealerweise im Rahmen eines figure- oder picture-Elementes.

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