seo-nerd® – digital success
Bundesallee 39-40a, 10717, Berlin, Berlin, Deutschland

Google verabschiedet sich von AdWords

SEO-News der Kalenderwoche 26-2018
Lesedauer: 1
Aktuelle SEO News vom seo-nerd

Aktuelle SEO News vom seo-nerd

Vor fast 18 Jahren ging AdWords an den Start. Google hat mit seiner Werbeplattform viel Geld verdient. Nun trennt sich das Unternehmen vom Marken-Namen seiner Cash-Cow. Anzeigen können natürlich nach wie vor geschaltet werden. Nun stehen dafür allerdings gleich drei Werbeprodukte zur Verfügung.

Außerdem in unseren SEO-News der Kalenderwoche 26-2018: Bessere Chancen mit Videos hoch zu ranken, das neue „URL-Inspektionstool“ und eine Klarstellung zu Canonical URLs.

Rebranding von Google AdWords zu Google Ads

Den Abschied von AdWords begründet Google in einem Blogbeitrag vor allem mit der immer größeren Diversifikation von Ausspielkanälen und der damit verbundenen Notwendigkeit, Werbelösungen zu bündeln und übersichtlicher zu gestalten. Hinter dem Rebranding verbergen sich denn auch gleich Zusammenfassungen unterschiedlicher Werbeprodukte:

  • Aus AdWords wird Google Ads
  • DoubleClick Advertiser und Google Analytics 360 Suite verschmelzen zur Google Marketing Platform
  • DoubleClick Publisher und DoubleClick Ad Exchange gehen im neuen Google Ad Manager auf

Aus AdWords wird Google Ads

Als Starttermin für die neuen Brands nennt Google den 24. Juli 2018. Mit Google Ads soll nicht zuletzt kleineren Betrieben der Einstieg in die Werbewelt des Konzerns erleichtert werden. Sie erhalten künftig nicht nur Vorschläge für Werbeanzeigen auf der Suchergebnisseite (SERP), sondern auch für Werbemöglichkeiten auf YouTube oder Google Maps. In den USA bietet Google dafür schon seit dieser Woche sogenannte Smarte Kampagnen an.

Mithilfe von Machine Learning erhalten kleinere Betriebe Hinweise darauf, wie sie ihre Werbung optimieren. Das Tool analysiert beispielsweise das Verhalten von Usern und schlägt gegebenenfalls vor, schon in der Anzeige eine direkt wählbare Telefonnummer anzugeben.

Google Marketing Platform bietet enge Verknüpfung von Anzeigen und Analyse

Größere Firmen und Agenturen entwickeln in der Regel dagegen lieber eigene Ideen und Strategien für Ihre Werbemaßnahmen. Dafür sind sie darauf angewiesen, den Erfolg ihrer Werbung möglichst fortlaufend zu analysieren. Mit der neuen Google Marketing Platform soll das künftig einfacher werden. Sie vereint nicht nur die Produkte DoubleClick Marketing mit der Google Analytics 360 Suite, sondern wird künftig auch noch weitere Features bieten wie Display & Video 360, das es erlauben soll, Werbekampagnen durchgängig an einem Ort durchzuführen.

Im neuen Ad Manager werden die Angebote von DoubleClick for Publisher und DoubleClick Ad Exchange zusammengeführt. Der Ad Manager soll für Publisher nicht nur eine Möglichkeit sein, mit ihren Angeboten und Inhalten Nebeneinkünfte zu schaffen. Vielmehr soll das Tool auch dazu dienen, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sich die Umsätze steigern lassen. Der Anzeigen-Manager wird dafür künftig u. a. anzeigen, auf welchen Geräten und welchen Plattformen User erreicht werden können.

Weitere SEO-News der Woche

Google verbessert die Chancen, mit Videos zu ranken

Google stellt Videos auf den Desktop-SERPs seit vergangener Woche nicht mehr durch Video-Thumbnails in den organischen Ergebnissen dar, sondern spendiert ein übersichtliches Videokarussell. Dieses bietet Platz für durchschnittlich 8,5 Videos. Die Chancen, mit einem Video gut zu ranken, stehen daher so gut wie nie. Laut Sistrix-Analyse profitieren Website-Betreiber sogar doppelt von der Neuerung: Denn häufig wird nicht auf die Plattform-URL verlinkt, sondern die URL der Hosting-Website angezeigt.

Neues Video-Karussell in der Suchergebnisseite

Neues „URL-Inspektionstool“ in der Search Console

Screenshot des neuen URL-InspektionstoolsIm hauseigenen Blog kündigte Google in dieser Woche den Rollout des „URL inspection“ Tools an. Das URL-Inspektionstool bietet detaillierte Crawl-, Index- und Service-Informationen über Seiten direkt aus dem Google-Index. Gibt man die URL einer Seite ein, erhält man nun Informationen über den Status und das Datum des letzten Crawls. Angezeigt werden auch etwaige Crawl- und Indizierungsfehler. Wurde die Seite erfolgreich indiziert, werden auch alle Erweiterungen der URL angezeigt wie beispielsweise verlinkte AMP-Versionen oder Rich Snippets für Rezepte oder Jobs.

Wurde eine Seite nicht indexiert, zeigt der „URL-Inspektor“ mögliche Gründe dafür an, etwa ein „noindex-tag“ im HTML-Code. Das Tool verweist in solchen Fällen auch auf andere Seiten mit dem gleichen Problem, sodass häufige Fehler leichter zu erkennen und beheben sind.

Klarstellung zur Canonical URL

Das „URL-Inspektionstool“ zeigt jeweils auch die Canonical URL an. Um diese gab es in dieser Woche einige Irritationen. In einem Hangout gab es missverständliche Äußerungen von Google-Sprecher John Mueller, die so klangen, als würde Google URLs ignorieren, wenn ihnen nicht explizit eine Canonical URL zugewiesen wird. In einem späteren Tweet stelle Mueller dann aber klar, dass Google automatisch jeder indexierten URL eine Canonical URL zuweist. Wird diese nicht vom Webmaster vorgeschlagen, sind URL und Canonical URL in aller Regel identisch.

Hintergrund: Canonicals werden beispielsweise für Produkte gesetzt, die sich jeweils nur minimal unterscheiden (etwa in Farbe, Größe, Menge etc.). Mit dem Canonical-tag wird eine Haupt-URL festgelegt. Google weiß dadurch, dass es jeweils nur diese eine Haupt-Seite ernst nehmen muss (und versteht zugleich, dass es sich bei den Textwiederholungen nicht um duplicate content handelt).

Das könnte Dich auch interessieren