seo-nerd® GmbH - digital success
Akazienstraße 3a, 10823, Berlin, Berlin, Deutschland

Amazon SEO

Suchmaschinenoptimierung für Amazon

Amazon SEO bietet Produktanbietern die Möglichkeit, die Sichtbarkeit der Produkte auf der größten Handelsplattform im Netz deutlich zu steigern und damit auch die Chance auf mehr Umsatz. Bedenkt man, dass die Produktsuche immer häufiger auf Amazon und nicht mehr nur allein auf Google stattfindet, wird zudem klar, dass dem Wort SEO künftig immer häufiger auch das Wort Amazon voranstehen wird.

Amazon SEO Basics: Wie suchen Kunden bei Amazon?

Laut Aussage von Amazon beginnt die überwiegende Mehrzahl der User die Suche direkt im Suchschlitz. Hinzu kommen einige Suchanfragen, die bei Google starten (und dann direkt auf eine Produktseite führen) sowie wenige Kunden, die sich über die Kategorien zu ihrem Wunschprodukt durchhangeln. Die Mehrheit wählt den einfachsten Weg der Eingabe eines Keywords ins Suchfeld. Dieses Keyword kann ähnlich wie bei Google über eine Autosuggest-Funktion durch häufig gesuchte Begriffe ergänzt werden, sodass Midtail oder Longtail-Keywords recht häufig gesucht werden:

Die Amazon SERP liefert nach Eingabe des Suchbegriffs entweder eine Galerie- oder eine Listenansicht. Der Unterschied zwischen beiden Ansichten besteht lediglich darin, dass die Liste die Ergebnisse hintereinander und die Galerie, die Ergebnisse hinter- und nebeneinander anordnet. In beiden Fällen erscheint zu jedem Suchergebnis jeweils ein Bild (das Produkt-Hauptbild), der blau markierte Titel (hier etwa „KAVAJ iPad Air Ledertasche …“), die Angabe von welcher Marke das Produkt stammt („von KAVAJ“), der Preis des Produkts (falls es sich um ein Angebot handelt, ist der ursprüngliche Preis durchgestrichen), die Angabe, ob es sich um einen Amazon Prime-Artikel handelt, bis wann der Artikel lieferbar ist, wie gut und viele Rezensionen der Artikel aufweist und ob es noch andere Angebote in der Buybox gibt.

Autosuggest Funktion von Amazon, hilfreich für Amazon SEO.

Amazon SEO und die Buybox-Problematik

Die Buybox ist das Feld auf der Produktseite, auf der Käufer das Produkt in den Einkaufswagen legen können. Amazon vergibt für jedes Produkt nur eine einzige Buybox. Was ein eigenständiges Produkt ist, legt Amazon anhand der EAN (bzw. ISBN)-Nummer fest. Nur wer ein Produkt exklusiv vertreibt oder selbst herstellt, kann ganz sicher sein, dass er die Buybox von Amazon auch für sich allein in Anspruch nehmen kann.

Wer dagegen mit einem Standardprodukt handelt, das von vielen Anbietern vertrieben wird, kann nur über den Preis des Produkts sowie die Optimierung der Versand- und Serviceleistungen seine Position in der Buybox beeinflussen. Amazon bevorzugt hier sowohl günstige Anbieter als auch solche, die sich für den Versand durch Amazon entscheiden. Durch die Teilnahme am FBA („Fulfillment by Amazon“) Programm erhöht sich die Sichtbarkeit bei Amazon, zudem erreichen Anbieter dadurch auch die vielen Prime-Kunden von Amazon, die gezielt nach dem Prime-Logo bei der Bestellung Ausschau halten. Ob sich die Teilnahme am FBA-Programm lohnt und inwieweit an der Preisschraube zu drehen ist, hängt naturgemäß vom Einzelfall ab. Wichtig festzuhalten ist hier, dass die Listung innerhalb der Buybox mit Amazon SEO Mitteln nicht weiter beeinflusst werden kann!

Da Schätzungen zufolge nicht einmal 20% aller Nutzer auf die (ohnehin nur winzige) Schaltfläche „Andere Anbieter“ klicken, zeichnet sich als Trend ab, dass viele Händler Eigenmarken bei Amazon einstellen. Mit der wachsenden Bedeutung von Amazon als Produktsuchmaschine dürfte sich dieser Trend in naher Zukunft noch beschleunigen. Denn nur wer über die Buybox verfügt, kann die Sichtbarkeit des Produkts durch Amazon SEO erhöhen.
Amazon SEO - so füttern Sie Ihre Produktseite richtig. Darunter Jungvögel mit aufgerissenen Schnäbeln in ihrem Nest

Wie funktioniert das Amazon-Ranking?

Wie bei Google auch entscheidet ein geheim gehaltener Algorithmus über die Ausspielung auf der SERP (der Ergebnisseite). In einem wesentlichen Punkt hat es der Amazon-Algorithmus (der von der Amazon-Tochter „A9“ stammt und weiterentwickelt wird) jedoch leichter als Google: Die Handelsplattform kennt die Intention der Suchanfragen ganz genau: der User interessiert sich immer für ein bestimmtes Produkt, über dessen Erwerb er entweder nachdenkt (und nur noch einige vergleichende Recherchen anstellt) oder es sogar gleich kaufen möchte. Kurz gesagt: bei Amazon suchen nicht einfach nur User, hier suchen (potentielle) Kunden nach dem für sie passenden Produkt!

Noch etwas ist bei dem US-Handelsriesen anders: mit den Suchergebnissen soll möglichst viel Umsatz gemacht werden. Googles Suchergebnisse sind eine Dienstleistung, deren Vermarktung über Werbeflächen auf der SERP Geld einbringt. Die Amazon SERP dagegen soll direkt zum Kaufen der angezeigten Produkte animieren. Jede Amazon SEO Maßnahme sollte daher im Hinterkopf behalten, dass es Amazon stets um eine Steigerung der Kaufwahrscheinlichkeit geht. Der Amazon-Algorithmus prüft beim Ausspielen der Produkte auf die Amazon-SERP, vereinfacht dargestellt, dafür folgende Fragen:

  1. Wie relevant ist das Produkt hinsichtlich der Suchanfrage?
  2. Wie gut performt ein relevantes Produkt?
  3. Wie gut ist der Service bei der Bestellung des relevanten Produkts?

„Offpage“ Amazon SEO

Die Antwort auf die dritte Frage steht außerhalb des Wirkungsbereichs von Amazon SEO. Jeder Händler muss hier die für ihn besten Konditionen überprüfen. Die Frage nach der Performance der Produkte führt auf ein Feld, das an traditionelle Offpage SEO erinnert. Offpage SEO besteht zu einem Großteil aus dem Management von Backlinks, also Links, die von anderen Seiten auf die eigene Seite verlinken. Vergleichbares gibt es auch bei Amazon. Zum einen ganz konkret etwa durch Affiliate-Links von Blogs oder Webseiten, die Händler betreiben, um ihre Produkte bei Amazon auch über Google besser auffindbar zu machen. Ob und wie sich solche Backlinks auch direkt auf den Amazon-Algorithmus auswirken, ist nicht bekannt.

Die Analogie „Offpage“ taugt jedoch auch im übertragenen Sinn, um sich Faktoren zu vergegenwärtigen, die am Amazon-Algorithmus mitwirken, aber „Onpage“, auf der Produktseite, nicht direkt zu beeinflussen sind, da sie von außen bzw. von Drittparteien wie Kunden oder Amazon kommen. Zu diesen Faktoren zählen:

  • Anzahl und Art der Kundenrezensionen
  • Rezensionen von verifizierten Käufern
  • Bestseller-Rang (wird von Amazon vergeben für Produkte, die sich besonders häufig verkaufen)
  • Zeitbezogener Absatz (wie häufig wurde das Produkt in den letzten Tagen/Wochen/Monaten verkauft? Wie aktuell/modisch/im Trend ist das Produkt?)

Diese Faktoren können mit legalen Mitteln weder durch Amazon SEO Maßnahmen noch durch den Anbieter selbst direkt auf Amazon beeinflusst werden. Sie sind vielmehr Teil eines umfassend verstandenen Produkt-Marketings.

Amazon SEO „User Signals“

Ähnlich wie der Google-Algorithmus wird auch der Amazon-Algorithmus durch User Signals, dem Verhalten der User, beeinflusst. Dazu zählen u.a.:

  • Click-Through-Rate: Sie gibt an, wie häufig ein Produkt angeklickt wird. Bei Amazon ist die Click-to-Sale (CTS) Rate noch wichtiger. Sie gibt an, wie häufig ein Produkt nach dem Anklicken auch gekauft wird. Je höher die Rate ist, desto höher ist die Chance für eine gute Platzierung.
  • Bounce Rate: Die Absprungrate sollte auch hier so klein wie möglich sein. Ist sie hoch, wertet Amazon das Angebot als wenig interessant.
  • Verweildauer: Sie ist sozusagen das positive Pendant zur Bounce-Rate. Sie kann durch attraktive Bilder, Videos, starke Texte und natürlich auch durch viele Rezensionen in die Höhe getrieben werden.

Amazon SEO „Onpage“

Last but not least ist auch die Analogie zur Onpage SEO für Amazon SEO gewinnbringend. Schließlich hat jedes Produkt seine eigene Webseite. Und Amazon bietet einige Möglichkeiten an, diese so zu gestalten, dass sie bei möglichst vielen relevanten Suchanfragen auch angezeigt wird:

  • Titel (Amazon SEO Priorität: sehr hoch)
  • Bilder (Priorität: hoch)
  • Bullet Points – auch Features oder Attribute genannt (Priorität: hoch)
  • Produkt-Beschreibung (Priorität: wichtig)
  • Meta-Keywords – ja, bei Amazon SEO gibt es das noch! (Priorität: wichtig)
  • Vollständigkeit – etwa durch Farb-Varianten des Produkts, aber auch der Angabe der Marke (Priorität: wichtig)

Diese Punkte optimal darzustellen und auszufüllen, ist die Hauptaufgabe von Amazon SEO. Hier ein Beispiel für eine gelungene Produktpräsentation:

Amazon SEO - Screenshot einer optimierten Produktseite des Anbieters Kavaj

Die Auswahl eines Produkts von Kavaj ist nicht zufällig. Hinter der Amazon-exklusiven Marke stehen zwei ehemalige Mitarbeiter der Handelsplattform, die weltweit auf Amazon verkaufen. Das Buybox-Problem stellt sich für die Macher von Kavaj durch die Eigenproduktion nicht. Verkauft wird ausschließlich auf Amazon, die eigene Homepage dient lediglich als zusätzliche Rampe, die zu den Produktseiten auf Amazon führt. Beworben wurden die Produkte anfangs zwar auch massiv bei Google AdWords, jedoch spielte Amazon SEO ebenso von Beginn an eine wichtige Rolle. Das Beispiel Kavaj zeigt, wie mit Amazon SEO auch in einem umkämpften Markt hohe Umsätze generiert werden können – denn Umsatzmillionäre sind die Macher von Kavaj längst.

Die wichtigsten Amazon SEO Schritte

Schritt 1: Keyword Research

Grundlage für die wichtigsten Amazon SEO Maßnahmen ist eine gründliche Keyword-Suche. Wie bei SEO für Google gilt es auch hier, zunächst die Keywords auszumachen, die ein möglichst hohes Suchvolumen (und nach Möglichkeit auch noch einen niedrigen Wettbewerb aufweisen – da sich dahinter meist attraktive Nischen verbergen). Identifiziere sinnverwandte Begriffe, die häufig im Zusammenhang mit Deinem Produkt genannt werden sowie häufig verwendete Synonyme. Diese Tools sind dafür nützlich:

A.    Google-Keyword-Planner
Da Amazon bislang kein eigenes Keyword-Tool bereitstellt, solltest Du zunächst den guten alten KeywordPlanner zu Rate ziehen. Die Ergebnisse dieses SEO-Tools darfst Du natürlich nicht 1:1 für Dein Amazon SEO anwenden. Wird etwa nach Keywords zum Fokus-Keyword „Wasserfilter“ gesucht, schlägt das Google-Tool auch „Osmoseanlage“ und „Entkalkungsanlage“ vor. Für einen SEO-Text auf Deinem Blog oder Shop könnten das wichtige Begriffe sein. Bei Amazon wird jedoch kaum ein Kunde danach suchen – und im Zusammenhang mit einem Trinkwasserfilter eher irritiert von der Verwendung dieser Begriffe sein. Der Keyword-Planner listet aber auch Keywords wie „Wasseraufbereitung“ oder „Wasserenthärter“ auf, die zu unserem Wasserfilter passen. Suche nach weiteren Keywords, die exakt auf Dein Produkt zutreffen. Du kannst diese später dann an unterschiedlichen Stellen bei Amazon einsetzen.

B.    Longtail-Keywords
Wie Google besitzt auch die Suchfunktion von Amazon eine Autosuggest-Funktion. Entweder überprüfst Du die Autosuggest-Angaben zu Deinen im Google-Planner gefundenen Keywords händisch oder Du benutzst den Keywordtooldomiator. Mit dem Tool kannst Du Dir die Autocompletes von Amazon zu Deinem Keyword anzeigen lassen. Das Tool ist für 3 Anfragen pro Tag kostenfrei zu befragen.
Ebenfalls wichtige Hinweise liefert ubersuggest. Am besten benutzt Du hier die Websuche. Du erhälst dann alphabetisch geordnet, Long Tail Keywords, die häufig mit Deinem Fokus-Keyword gesucht werden. In unserem Beispiel: „Wasserfilter für Leitungswasser“ „Wassserfilter mit Aktivkohle“ etc.

C.    Amazon Suchvolumen
MerchantWords liefert Angaben zum geschätzten Suchvolumen eines Keywords samt Keyword-Erweiterungen bei Amazon. Die Zahlen werden vom Tool selbst als geschätzt ausgegeben. In der kostenfreien Version kann man lediglich die ersten fünf Begriffe sehen. Wer mehr will, wird mit 30 $ pro Monat belegt.

Xovi bietet neuerdings unter dem Titel Xovi Marketplace ein Amazon SEO Tool an, mit dessen Hilfe Ranking-Analysen von Marken, Händlern und Produkten durchgeführt werden können. Neben dem Keyword-Umfeld, lassen sich zudem eigene Produkte, aber auch die der Mitbewerber analysieren.

Schritt 2: Der richtige Titel

Beispiel eines zu kurzen Titels - das sollte bei Amazon SEO vermieden werdenDen Titel gewichtet der Amazon-Algorithmus besonders hoch. Daher sollten im Titel stets die wichtigsten Keywords stehen und der zur Verfügung stehende Platz auch komplett ausgereizt werden. Im Beispiel von Kavaj enthält der Titel die wichtigsten Keywords, gibt aber auch die korrekte Produktbezeichnung „Kavaj iPad Air Ledertasche“ wieder und beschreibt zudem schon einmal wichtige Eigenschaften des Produkts. Das ist deshalb wichtig, weil Teile des Titels (die ersten rund 100 Zeichen) auch auf der Listen- bzw. Galerieansicht erscheinen. Der Titel bei Amazon übernimmt daher sozusagen die Aufgabe des Meta-Titles und der Meta-Description bei Google – er soll den Kunden dazu verführen, das Produkt anzuklicken und sich die Buybox genauer anzusehen. Im Vergleich zu Kavaj hier ein Beispiel für einen schlechten, ungepflegten Titel:

Tipps für den richtigen Titel:

  • Der Titel darf laut Amazon bis zu 80 Zeichen enthalten. Diese Angabe trifft jedoch nur für die Amazon SERP Ansicht zu (und häufig werden dort auch 100 und mehr Zeichen noch angezeigt). Auf der Produktseite selbst ist Platz für rund 200 Zeichen. Diese sollten auch stets ausgenutzt werden.
  • Das Fokus-Keyword sollte möglichst weit vorne platziert werden. Aber Achtung: Titel-Anfang und Titel-Ende werden von Usern besonders wahrgenommen. Amazon empfiehlt daher mit dem Brandnamen und der nachfolgenden Produktbezeichnung zu beginnen. Dafür spricht, dass User so das Produkt eindeutig identifizieren können. Am Ende des Titels sollte ein besonderer Vorzug des Produkts stehen (das ist im Kavaj-Beispiel gut gelöst: „edles Zubehör für Original iPad Air“)
  • Auf keinen Fall solltest Du einfach ein paar Keywords hintereinander weg im Titel aufreihen. Das wirkt schnell spamig, unseriös und schreckt viele Kunden ab, statt zum Kauf zu animieren.
  • Im besten aller Fälle ist Dein Titel „sexy“ und animiert zum Kaufen. Lass Dein Produkt gut dastehen.
  • Mach aber keine falschen Versprechungen. Enttäuschte Käufer bedeuten schlechte Rezensionen und die schaden Dir auf Dauer ungemein.
  • Wähle für den Titel die stärksten drei, vier Keywords aus. Die anderen Keywords bringen wir noch unter.
  • Achte auf korrekte Rechtschreibung. Zu empfehlen ist, alle Angaben (auch die nachfolgenden) zuerst in ein Schreibprogramm mit Rechtschreibfunktion einzugeben und es dann zu übertragen. Bei Word etwa hast Du so auch stets einen Überblick über die verwendete Zeichenzahl.
  • Verwende bei attraktiven Keywords den Bindestrich. Werden Keywords durch Bindestrich gebunden, liest Amazon die Begriffe sowohl einzeln als auch in verschiedenen Kombinationen aus. Beispiel: „Haar-Pflege-Creme-Lotion“ bedient Suchanfragen für „Haarpflege“, „Pflege-Creme“, „Haarpflegecreme“ „Creme-Lotion“ usw. Übertreibe es dabei aber nicht. Der Titel sollte alles in allem immer auch gut lesbar sein!
  • Amazon empfiehlt, auf Versalien zu verzichten. Bislang gibt es aber offenbar keine Abstrafung dafür – wichtige Keywords (etwa die Marke oder die Produktbezeichnung) können daher durch Großschreibung optisch hervorgehoben werden. Wie immer gilt auch hierfür: nicht übertreiben!

Schritt 3: Hauptmerkmale durch Bullet Points hervorheben

Einen festen Platz in der Buybox haben die Attribute, die Features oder Hauptmerkmale eines Produkts, die in Form von Bullet Points dargestellt werden. Für Amazon SEO leisten diese Aufzählungen zweierlei:

  1. Sie bieten Raum für weitere Keywords
  2. Die Vorteile des Produkts können herausgestellt werden

Im Grunde handelt es sich hier um die Wiedergabe eines Kundengesprächs. Die Keywords, die Suchbegriffe der User, werden hier in kurzen Sätzen knapp und präzise beantwortet.

Tipps zum Verfassen von Bullet Points

  • Dir stehen fünf Aufzählungspunkte zur Verfügung. Nutze den Platz aus. Je mehr Keywords Du hier unterbringst, desto höher wird die Sichtbarkeit Deines Produkts auf Amazon.
  • Länge der einzelnen Attribute: Amazon schlägt eine Höchstzahl von 15 Wörtern vor. Aus Amazon SEO Sicht wird damit Platz verschenkt. Ein Bullet Point, der über zwei oder drei Zeilen läuft, bringt es leicht auf 30-40 Wörter und ist immer noch gut lesbar. Letztlich hängt die ideale Länge aber vom Produkt selbst ab. Zuviel Text kann je nach Produkt auch schnell übertrieben wirken. Finde gute Argumente für Dein Produkt, statt zu schwafeln.
  • Die Attribute sollten Lesern einen raschen Überblick über das Produkt geben. Schreibe hier also nicht zu werblich, gefragt sind vielmehr Informationen zu den Produkteigenschaften.
  • Die Keyword-Dichte spielt für Amazon keine Rolle. Wiederhole Dein Fokus-Keyword daher nicht, sondern nutze in den Bullet Points Synonyme und sinnverwandte Begriffe gemäß Deiner Keyword-Recherche.
  • Achte auf eine gute Lesbarkeit. Ein Bullet Point beginnt stets mit einem Großbuchstaben, die Rechtschreibung sollte auch hier korrekt sein. Amazon möchte zwar auch hier keine Versalien sehen, Du kannst dieses Mittel zur Hervorhebung dennoch ungestraft (aber bitte dezent) nutzen.

Schritt 4: Verwandte Schlüsselbegriffe (Meta-Keywords)

Im Seller Center findest Du unter „Suchbegriffe“ den Punkt „Allgemeine Schlüsselwörter“. Hier hast Du die Möglichkeit auf 5 Zeilen á je 50 Zeichen (mit Leerzeichen), Keywords einzugeben, die Amazon bei Suchanfragen berücksichtigt. Gebe die Keywords einfach hintereinander ohne Komma und nur durch ein Leerzeichen getrennt ein. Diese Schlüsselbegriffe sind für den Kunden nicht sichtbar. Es handelt sich im Grunde daher um die guten alten Meta-Keywords aus den frühen Tagen der klassischen SEO.

Hier solltest Du all die Keywords unterbringen, die weder in den Titel noch in die Attribute Deines Produkts passen. Beispiel: Häufig werden bestimmte Produkte von Verbrauchen mit Markennamen assoziiert. Diese erscheinen dann meist auch in der Autosuggest-Funktion der Amazon-Suche. Wird z.B. nach „Wasserfilter“ gesucht, wird der Markennamen „Brita“ vorgeschlagen. Selbst wenn Du einen Wasserfilter einer anderen Marke verkaufst, solltest Du das Suchvolumen starke Keyword „Brita“ bei den „Allgemeinen Schlüsselwörtern“ einstellen. Nebenbei bemerkt weißt Du jetzt auch, weshalb es bei Amazon immer wieder vorkommt, dass in der SERP Produkte auftauchen, die Du dort aufgrund Deiner Suchanfrage nicht erwartest.

Die Kunst der Verwendung richtiger Schlüsselbegriffe liegt darin, zu erkennen, ob Dein Produkt auch von Kunden gekauft wird, die eigentlich nach etwas anderem suchen. Im Fall von „Brita“ dürfte das sehr häufig der Fall sein. Zumindest wird sich kein Kunde von Wasserfiltern wundern, wenn ihm auch das Konkurrenzprodukt einer anderen Marke angezeigt wird. Dagegen wäre das Suchvolumen starke Keyword „Fernseher“ bei einem Wasserfilter ganz sicher fehl am Platz. Du regulierst mit den Schlüsselwörtern zu einem Gutteil schließlich auch User Signals wie Bounce-Rate oder Click-Through-Rate.
Im Seller Center findest Du auch das Eingabefeld „Platinum Schlüsselwörter“ – diese kannst Du ignorieren. Sie sind aus Amazon SEO Sicht nicht von Belang.

Schritt 5: Bilder

Für Kunden mindestens ebenso ansprechend wie der Titel sind die Bilder zum Produkt. Jedes Produkt benötigt mindestens ein (Haupt-)Bild. Idealerweise solltest Du jedoch stets mehrere Bilder anbieten, um Dein Produkt in verschiedenen Ansichten zu präsentieren. Das gilt vor allem für Produkte, bei denen es auf Details ankommt. Bei den Fotografien sollte das Produkt 80% bis 90% des Bildausschnitts einnehmen. Die Bilder sollten stets eine Größe von mindestens 1000×1000 Pixeln aufweisen. Nur so ist sichergestellt, dass User die beliebte Lupenfunktion bei den Bildern benutzen können.

Die Qualität der Bilder sollte selbstverständlich so hoch wie möglich sein. Fotografiere Deine Produkte daher möglichst ansprechend. Setze sie nicht nur in das bestmögliche Licht, sondern gerne auch in Szene. Zeige Dein Produkt im Gebrauch. Der Kunde möchten eine Vorstellung davon gewinnen, was das Produkt leistet.
Als Bildhintergrund für das Hauptbild, das auf der Amazon-SERP erscheint, wünscht sich Amazon 100%iges Weiß (RGB 255, 255, 255). Das Hauptbild muss zudem frei von Text sein und darf weder einen Rahmen, Logos noch Wasserzeichen oder Preisschilder enthalten. Fehlt das Hauptbild, wird das Produkt nicht angezeigt!

Bei den anderen Produktbildern sind sowohl Farben im Hintergrund erlaubt als auch erklärende Texte, Zeichnungen oder Skizzen. Sollte das Produkt in verschiedenen Farben erhältlich sein, empfiehlt es sich, für jede Produktvariante ein eigenes Bild einzustellen. Ein Video wertet Deine Produktseite in jedem Fall auf. Zudem ist ein Video eines der besten Möglichkeiten, die Verweildauer auf Deiner Seite zu erhöhen.

Schritt 6: Produktbeschreibung

Die Produktbeschreibung ist aus Amazon SEO Sicht nicht ganz so wichtig, wie die bereits besprochenen Faktoren. Dennoch sollten wichtige Keywords auch hier auftauchen. Zudem ist der Produkttext eine gute Möglichkeit, die Amazon-Produktseite auch für das Google-Ranking interessant zu machen. Allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: während es bei SEO-Texten gut funktioniert, wenn Du Dein(e) Keyword(s) ausschweifend erzählen und auf möglichst viele Aspekte eingehen, solltest Du bei der Produktbeschreibung immer eng am Produkt selbst bleiben. Wer ein Parfüm kauft, will keine allgemeine Geschichte des Parfüms lesen. Beschreibe besser die Vorzüge Deines Produkts und verwende dabei möglichst viele Begriffe aus Deiner Keyword-Recherche.

Der Text Deiner Produktbeschreibung sollte unique sein. Kopiere also nicht einfach einen Produkttext von Deiner Webseite. Vermeide Duplicate Content und schreibe einen eigenen Produkttext für Amazon. Dieser sollte wie jeder gute Text mit Überschriften und Absätzen gut strukturiert sein. Halte Dich beim Verfassen an die gängigen Empfehlungen zum SEO Texte schreiben.

Amazon SEO – Fazit

Amazon ist bereits heute die wichtigste Suchmaschine für die Produktsuche. Mithilfe von Amazon SEO können Anbieter die Sichtbarkeit ihrer Produkte auf Amazon derzeit noch leicht und schnell erhöhen. Denn bislang versäumen es viele Händler, ihre Produkte auf der Handelsplattform optimal darzustellen. Die wichtigsten Bestandteile einer Amazon SEO sind: die korrekte Einstellung von Bildern (und Videos), die Optimierung des Titels, der Bullet-Points, der Produktbeschreibung sowie die Eingabe von Schlüsselbegriffen auf der Basis einer sorgfältigen Keyword-Recherche.

Das könnte Dich auch interessieren